Immer mehr Armutsbetroffene

Teuerung schlägt zu – Pensionistin bleiben nur 150 Euro

Die Teuerungskrise hält an. Gerade Alleinerziehende und Mindestpensionisten spüren die Auswirkungen. Für sie wird jeder Einkauf zur Herausforderung.
Hannah  Maier
17.11.2025, 21:16
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Das Leben wird immer teurer, das Geld immer weniger. "Unter dem Strich bleibt eigentlich nichts übrig", sagt Bettina S. Die Mindestpensionistin trifft die anhaltende Teuerungskrise hart. Als Hausmeisterin und im Handel hat die Wienerin gearbeitet.

Nun muss die 61-Jährige mit etwa 1.200 Euro Pension auskommen – fast unmöglich, wie sie erzählt. 150 Euro bleiben ihr im Monat übrig. "Ich versuche zu sparen, wo es geht, aber es wird alles teurer – Miete, Strom, Heizung." Ungeplante oder größere Ausgaben stellen eine große Herausforderung dar. Wenn Haushaltsgeräte kaputtgehen, muss Bettina auf Erspartes zurückgreifen.

Unterstützung für Armutsbetroffene

Eine große Unterstützung für die Pensionistin ist die Le+O-Lebensmittelausgabe der Caritas. Für einen Logistikbeitrag von 4 Euro erhalten Menschen hier Waren im Wert von knapp 40 Euro. "Das Angebot finde ich ganz toll und hilft mir sehr. Denn so bleibt mir etwas Geld für andere Dinge", sagt Bettina.

In den Lebensmittelausgabestellen der Caritas ist die Nachfrage zuletzt gestiegen. 2023 wurden 8.282 Personen versorgt, heute sind es über 10.400 – das entspricht einem Plus von 26 Prozent.

Caritas baut Angebot aus

Ab sofort will die Caritas das Angebot ausweiten. 100 zusätzliche Haushalte pro Woche werden unterstützen. Unter der neuen Hotline 05/17 76 300 können Betroffene von Montag bis Freitag (9–13 Uhr) Informationen zur Registrierung und zu freien Terminen erhalten.

Zehntel kann laufende Ausgaben kaum decken

Jüngste Daten zeigen: Etwa ein Zehntel der Menschen in Österreich tut sich schwer, laufende Ausgaben zu decken. "Oft wird nicht nur bei Essen oder Haushalt gespart, sondern es müssen auch soziale Aktivitäten eingeschränkt werden. Ein Alarmsignal: Die Betroffenen haben in Folge oft nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesellschaft als Ganzes die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren", erklärt Christoph Hofinger, Foresight-Geschäftsführer.

Caritas ruft zu Spenden auf

Wer helfen will, kann die Caritas-Lebensmittelhilfe mit einer Spende unterstützen. Mit 25 Euro finanzieren Sie ein Lebensmittelpaket. Mit 14 Euro schenken Sie eine Woche warmes Essen. Auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Öl, Kaffee, Konserven, Zucker oder Salz werden dringend benötigt.

Spendenkonto:
Kontoinhaber: Caritas
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560

{title && {title} } HTM, {title && {title} } Akt. 18.11.2025, 10:50, 17.11.2025, 21:16
Jetzt E-Paper lesen