Ein erschütternder Fall beschäftigt am Montag das Landesgericht Klagenfurt. Ein Mann soll seine an paranoider Schizophrenie erkrankte Schwester gefesselt und gequält haben. Laut Anklage wollte er ihr nach eigenen Angaben den Teufel bzw. Dämonen austreiben, das berichtet der ORF.
Die Tat soll sich im Mai ereignet haben. Der Bruder habe die psychische Erkrankung seiner Schwester offenbar nicht wahrhaben wollen.
Laut Anklage soll der Mann seine Schwester etwa 20 Stunden lang mit einer Leine und einem Gürtel an Händen und Beinen gefesselt haben, so der ORF. Die Frau konnte sich dadurch über viele Stunden nicht bewegen.
Mehr als zwei Stunden lang soll er ihr außerdem den Mund mit Klebeband zugeklebt und ihren Kopf fixiert haben. Infolge der Qualen soll die Frau vorübergehend ohnmächtig geworden sein.
Der Angeklagte verbüßt derzeit eine Haftstrafe und muss sich nun wegen Freiheitsentziehung verantworten.
Grundsätzlich drohen dafür bis zu drei Jahre Haft. Wurde die Tat allerdings auf eine Weise begangen, die dem Opfer besondere Qualen bereitet, liegt der Strafrahmen bei einem bis zehn Jahren Haft.
Der Prozess beginnt heute, 31. August, am Landesgericht Klagenfurt.