Wer künftig in den Urlaub fliegen möchte, könnte noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Für 2027 steht wohl eine saftige Erhöhung der Ticketpreise an. Dies kündigte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Montag an.
Der Billigflieger-Boss sprach von einem Plus von 20 Prozent. Als Grund wurden die wegen des Nahost-Konflikts gestiegenen Treibstoffpreise genannt. Bisher habe Ryanair seinen Passagieren die Rechnung für Kerosin noch nicht weitergeben müssen, da man sich früh günstige Preise gesichert hätte.
Doch diese Treibstoffvorräte gehen auch zu Ende. Sobald die Billigairline mehr fürs Tanken zahlen muss, könnten wohl die Kunden zur Kasse gebeten werden. Ob es wirklich zu einem Anstieg von 20 Prozent kommt, sei nicht in Stein gemeißelt. O'Leary rechne jedoch mit zweistelligen Preissteigerungen bei allen Fluggesellschaften in Europa, berichtet "Bild".
Kostet ein Ticket bisher etwa 100 Euro, so könnten Fluggäste 2027 bereits 120 Euro zahlen müssen. Bei einem Hin- und Rückflug für 300 Euro würden die Kosten auf 360 Euro ansteigen.
Seitens Ryanair würden sämtliche Maßnahmen getroffen werden, um zu sparen. Demnach prüfe die Airline, ob die Gehälter von Piloten, Flugbegleitern und Führungskräften ab April eingefroren werden. Zudem wolle man mit Flughäfen über niedrigere Gebühren verhandeln.
Zuletzt musste Ryanair einen Rückschlag beim Gewinn hinnehmen. Dieser sank im ersten Halbjahr um 15 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Wenn der Nahost-Konflikt nicht gelöst wird, könnte Fliegen zu einer teuren Angelegenheit werden.