Arbeiterkammer klärt auf

Teure Tarife: So sparst du ordentlich beim Handy-Surfen

Viele Kunden zahlen bei ihrem Handyvertrag voll drauf. Mit Tipps können sie sich aber viele Euro sparen. Die Arbeiterkammer klärt jetzt auf.
Oberösterreich Heute
16.06.2025, 05:00
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Ein Leben ohne Smartphone ist für viele weder vorstellbar noch möglich. Doch die Teuerung schlägt auch hier zu: Verbraucher mussten für ihre Tarife zuletzt immer tiefer in die Geldbörsen greifen.

Die AK Oberösterreich warnt jetzt: Wer an einem Vertrag mit einer sogenannten Preisindexklausel festhält, zahlt drauf.

Die Kammer hat die Preise von 21 verschiedenen Mobilfunkanbietern im Zeitraum von Februar 2024 bis Mai verglichen. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden fünf unterschiedliche Nutzerytpen mit neuen Verträgen analysiert.

Immerhin: Im Vergleich zum vergangenem Jahr sind die günstigsten monatlichen Preise für neue Tarife gesunken. Wie die Konsumentenschützer ermittelt haben, dürfen sich vor allem Nutzer mit hohem Datenverbrauch – rund 30 GB pro Monat – freuen: Sie können bis zu 7,7 Prozent sparen.

AK rät zu Tarifwechsel

Allerdings: Verbrauchen User weniger Daten, fallen die Preissenkungen geringer aus. So zahlt ein durchschnittlicher Kunde, der monatlich 10 GB benötigt, etwa zwei Prozent weniger. Deshalb rät die Kammer Konsumenten, ihren Tarif zu wechseln, da sie nur dann weniger Geld ausgeben müssen.

Bedeutet: Wer an einem Vertrag festhält, in dem eine Wertsicherungsklausel erwähnt ist, blecht deutlich mehr. Bei einem Vertrag, der vor 2022 abgeschlossen wurde und nach wie vor gilt, erhöhen sich die Kosten wegen der hohen Inflationsraten der vergangenen drei Jahre insgesamt um zirka 20 Prozent.

Tipps der Arbeiterkammer OÖ:

Datenverbrauch checken: Wenn Kunden wissen, wie viel sie wirklich verbrauchen, finden sie leichter einen günstigeren Tarif. Nutzern wird empfohlen, auf der Rechnung nachzuschauen, was in den vergangenen vier Monaten verbraucht wurde.

AK Handyrechner nutzen: Mit dem AK Handyrechner findet man schnell den passenden Tarif.

Netzqualität prüfen: Auf netztest.at erfahren User, wo welches Netz schnell ist.

Anbieter wechseln: Konsumenten sollten die Kündigungsfristen bei ihrem aktuellen Anbieter wissen, wenn sie ihn wechseln wollen. Die Nummer bleibt, sie kann mitgenommen werden.

Die drei großen Anbieter (A1 Telekom Austria, Magenta Telekom, Hutchison Drei Austria) haben diese Klauseln in ihren Verträgen festgeschrieben. Viele kleiner Anbieter jedoch verzichten auf den inflationsbedingten Preisanstieg.

Nach Angaben der Kammer verlangte im Mai kein einziger Mobilfunkanbieter eine Servicepauschale bei neuen Verträgen. Und auch die einst gängige Aktivierungsgebühr verschwindet zunehmend. Nur drei kleinere Unternehmen wollen noch zwischen 1,99 und 25 Euro.

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