Haustiere

"Felinotherapie" – Die Katze gegen Depression & Co

Tiere haben eine positive Wirkung auf uns, weshalb wir sie ja auch meistens gerne um uns haben. Katzen sollen sogar ausgezeichnete Therapeuten sein.

Christine Kaltenecker
Die "Felinotherapie" soll eine der effektivsten Tiertherapien sein. 
Die "Felinotherapie" soll eine der effektivsten Tiertherapien sein. 
Vladimir Prycek / CTK / picturedesk.com

Schon längst sind Mediziner vom positiven Effekt diverser Haustiere mehr als überzeugt. Hundehalter beispielsweise bewegen sich natürlich mehr in der freien Natur, sind weniger anfällig für grippale Infekte und minimieren das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch auch die Psyche profitiert von unserer Liebe zu Hund und Katze , weshalb streicheln und knuddeln einen regelrechten Boost für die Seele bedeuten kann. In Polen und Tschechien ist man beispielsweise von der sogenannten "Felinotherapie" überzeugt.

"Felinotherapie"

Im Prinzip verbringen bei der "Felinotherapie" Menschen mit Depressionen, Neurosen, Einsamkeit, zu geringem Selbstwertgefühl, oder sonstiger psychischer Instabilität Zeit mit ruhigen, schnurrenden Katzen. Das weiche Fell einer Katze nur zu berühren soll Stress sofort verringern und für Entspannung sorgen. Bei den Sitzungen ist aber natürlich ein Psychotherapeut anwesend und die Mieze nimmt praktisch die Assistenten-Rolle ein. Die Katze soll laut einer polnischen Studie auch ein ausgezeichneter "Puffer" bei antisozialem Verhalten, oder Aggression sein.

Senioren und Behinderung

Schon alleine wenn sich ein Tier im Zimmer aufhält, fällt einem meistens der Einstieg in ein Gespräch leichter, berichten Wissenschaftler. Kontaktschwierigkeiten werden somit schneller überwunden und die eigenen Probleme scheinen leichter ausgesprochen zu werden. In Polen und Tschechien findet sich die "Felinotherapie" auch bereits häufig in Pflegeheimen eingesetzt. Senioren fühlen sich weniger einsam und sind insgesamt einfach glücklicher, wenn sie sich einer Katze widmen können. Auch schüchterne Kinder tauen regelrecht im Umgang mit einer Katze auf.

Menschen mit Behinderung profitieren ebenfalls von der "Felinotherapie". Alle Katzen werden natürlich im Vorfeld genau ausgesucht, denn nicht jede Mieze lässt sich gerne streicheln, oder genießt die Berührung fremder Menschen. Man müsse die Katze als "Unterstützer" und "Ergänzung" zu traditionellen Therapie sehen, denn durch sie wird schneller und einfacher die menschliche Fähigkeit entwickelt, Emotionen zeigen zu können.