Wildtiere

Casual-Sex! Eidechsen-Männchen nehmen die Nächstbeste

Eine nähere Untersuchung aus Argentinien weist auf ein ziemlich "faules" Fortpflanzungsverhalten bei Eidechsen hin. Schuld ist der Klimawandel.

Christine Kaltenecker
Die Frage wie sich der Klimawandel auf Eidechsen auswirkt, stellte sich bisher niemand.
Die Frage wie sich der Klimawandel auf Eidechsen auswirkt, stellte sich bisher niemand.
Getty Images/iStockphoto

Dass auch die Fortpflanzung vieler Tiere vom Klimawandel beeinflusst wird, ist nur logisch, doch während der Arktische Ziesel die Paarungszeit einfach verpennen kann ("Heute" berichtete), haben wechselwarme Eidechsen ein ganz anderes Problem. Forscher aus Argentinien haben sich als Versuchsobjekt sogenannte Riesenkielschwanzleguane ausgesucht – mit interessantem Ergebnis.

Weniger wählerisch

Insgesamt wurden elf Tage auf Video verewigt, die das Schlaf-, Interaktions- und auch Paarungsverhalten der kleinen Drachen zeigt. Die Studie, die im Fachmagazin "Plos One" von der Universität Cordoba veröffentlicht wurde, soll aufzeigen, welch große Veränderungen auch nur minimale Temperaturunterschiede auslösen. Die Leguane fühlen sich bei einer Außentemperatur von 33 Grad Celsius am wohlsten, doch was passiert wenn das Thermometer nur noch 20 oder gar 40 Grad Celsius zeigt?

Riesenkielschwanzleguane sind wechselwarme Tiere. Dies bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können und von der Außentemperatur abhängig sind.

Die aktiven Tageszeiten änderten sich zunächst. Bei sehr heißem Wetter kamen sie eher morgens und abends aus ihrem Versteck, wärend sie bei kälterem Wetter die Mittagssonne einfangen wollten. Normalerweise suchen sich auch Eidechsen ihren Partner sehr genau aus, doch man bemerkte, dass Männchen bei starker Hitze nicht mehr wählerisch waren. Farbe und auch Gewicht spielte plötzlich keine Rolle mehr und man geht davon aus, dass die Buben Angst um die verminderte Leistungsfähigkeit ihrer Spermien haben.

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    Leopard-Geckos gelten in der Welt der Terrarien-Tiere als relativ unkompliziert. 
    Leopard-Geckos gelten in der Welt der Terrarien-Tiere als relativ unkompliziert.
    Getty Images/iStockphoto

    Der Klimawandel und höhere Temperaturen wären also möglicherweise für eine kleinere Population verantwortlich, da sich beide Geschlechter natürlich wesentlich länger in ihren Höhlen aufhalten würden und so weniger Chance auf die Paarung haben.

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