Es war wohl die Rettung des Jahres: Am Dienstag wurde der fast seit einem Monat vor der Küste der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) gestrandete Buckelwal "Timmy" befreit. In einer sogenannten riesigen Barge soll er nun bis in die Nordsee transportiert werden.
Dabei wird das "Wassertaxi" des Meeressäugers aktuell von dem hochseetauglichen Forschungsschiff "Fortuna B" gezogen. Zunächst war der Schlepper "Robin Hood" für den Transport verantwortlich.
Inzwischen hat die "Timmy" den halben Weg in Richtung Freiheit geschafft. Am Donnerstag gesellte sich auch noch ein weiteres Schiff zu der Flotte rund um den Wal. Die Rede ist vom dänischen Fischereiforschungsschiff "Arne Tiselius", welches von den Wal-Rettungs-Initiatoren angemietet wurde, berichtet die "Bild".
Demnach sollen sich an Bord weitere Mitglieder des "Timmy"-Teams befinden. Sie steuern aktuell mit etwa 9,6 km/h auf Kattegat zu. Bei der dortigen Meerenge zwischen Dänemark und Schweden treffen die Ost- und Nordsee aufeinander.
Für "Timmy" ist dies durchaus positiv, denn der höhere Salzgehalt des Nordseewassers wirkt sich heilend auf die Haut des Tieres aus. Laut Plan wollen die Retter den Wal um die Nordspitze Dänemarks herum in die Nordsee bringen. Dort soll "Timmy" dann in Freiheit leben.