15 Tote, dutzende Verletzte

Tage vor Massaker – Jüdische Gruppe warnte Polizei

Im Dezember 2025 richteten zwei IS-Fanatiker in Australien ein Blutbad an. Nun kam ans Licht, dass die Polizei bereits am Tag davor gewarnt wurde.
Newsdesk Heute
30.04.2026, 09:38
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wenige Tage vor dem Amoklauf am australischen Bondi Beach im Dezember hat eine jüdische Gruppe die Polizei vor der Gefahr eines Terrorschlags gewarnt. Dies geht aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

"Ein Terroranschlag gegen die jüdische Gemeinde von New South Wales ist wahrscheinlich, und es herrscht ein hohes Maß an antisemitischer Herabwürdigung", schrieb die jüdische Gruppierung Community Security Group wenige Tage vor dem Angriff an die örtliche Polizei.

Tote und Verletzte

Am 14. Dezember hatten zwei Männer während einer Feier zum Chanukkafest am berühmten Bondi Beach in Sydney in die Menge geschossen. 15 Menschen wurden getötet, dutzende weitere wurden verletzt.

Die australischen Behörden stufen die Tat als antisemitischen Angriff ein. Sie gehen davon aus, dass die beiden Täter von der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beeinflusst waren. Der 50-jährige Sajid Akram wurde von der Polizei erschossen, sein Sohn Naveed Akram sitzt in Haft.

Polizei setzte auf mobile Streifen

Laut den am Donnerstag veröffentlichten Ermittlungsergebnissen hatte die Polizei der jüdischen Gruppe auf ihre Warnung hin mitgeteilt, sie könne keine Beamten zur Absicherung der Chanukka-Feierlichkeiten bereitstellen, werde jedoch mobile Streifen entsenden.

"Die Polizei ist für Entscheidungen bezüglich der Ressourcenverteilung zuständig, und es scheint, als sei dies nicht angemessen geschehen", sagte der jüdische Gemeindevorsitzende Alex Ryvchin dem Sender ABC. Die Organisatoren der Chanukka-Feierlichkeiten seien damals von einem "allgemeinen Gefühl der Unruhe" erfasst worden.

Premier übernimmt Verantwortung

New South Wales' Premierminister Chris Minns erklärte am Donnerstag, er übernehme die "Verantwortung" dafür, dass die Opfer nicht ausreichend geschützt worden seien. "Hätten wir gewusst, was passieren würde, hätten wir eine ganze Armee dorthin entsandt", sagte Minns.

Mit Blick auf künftige jüdische Feierlichkeiten wurde in dem Untersuchungsbericht eine klare Empfehlung für verstärkte Sicherheitsvorkehrungen der Polizei ausgesprochen.

Der australische Premierminister Anthony Albanese kündigte an, "alle Empfehlungen" des Berichts umzusetzen. "Ich kann der australischen Öffentlichkeit versichern, dass die Regierung nach dem Anschlag von Bondi alles Notwendige tun wird, um die Gemeinschaft zu schützen", sagte Albanese vor Journalisten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.04.2026, 09:38
Jetzt E-Paper lesen