Tiroler Hotel überbucht, sagt 40 Gästen am Vortag ab

Diese Szenerie blieb einer Familie vorenthalten (Symbolbild)
Diese Szenerie blieb einer Familie vorenthalten (Symbolbild)Getty Images/iStockphoto
Am Nachmittag vor ihrer Anreise wurde der Urlaub einer Familie via E-Mail storniert. Das Tiroler Hotel habe "überbucht".

Nach langem Lockdown für die Hotellerie ist im Sommer 2021 endlich wieder eine Urlaubsreise möglich. Für einige Familien fiel der lang geplante Sommerurlaub im August allerdings beinahe ins Wasser. Regina N. (Name von der "Heute"-Redaktion geändert) erzählt, sie habe über ein Reisebüro einen Österreich-Urlaub in einem Hotel in der Tiroler Ortschaft Söll gebucht. In einem gehobenen Berghotel mit Spa wollte sich die Familie erholen. Die Koffer waren gepackt, die Reise war geplant, es schien alles unter Dach und Fach zu sein – am Nachmittag vor der Abreise kam dann allerdings via Mail die Absage.

"Das nächste mal buchen Sie halt direkt bei uns"

"Um 16 Uhr am Tag vor der Anreise bekamen wir vom Reisebüro Bescheid, dass das Hotel überbucht sei und wir nicht dort übernachten können. Das Reisebüro bemühte sich, eine Alternative zu finden, aber das, was wir gebucht und bezahlt hatten, bekamen wir nicht. Eine Abschlagszahlung macht das verlorene Urlaubsgefühl nicht wett", erzählt der enttäuschte Gast traurig im "Heute"-Talk. "Eine Familie aus Deutschland tat mir besonders leid. Sie sind extra 6.5 Stunden angereist, nur um dann hier vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Es dürften rund 40 Gäste betroffen sein."

Ein Anruf beim Hotel fiel für die Familie erfolglos aus. "Man antwortete uns nur lapidar 'Das nächste Mal buchen Sie halt direkt bei uns.' Auf uns machte es den Eindruck, als habe man das Hotel überbucht, damit es auch wirklich voll ist. Dass sich Gäste auf den Urlaub freuen und auch von der Arbeit frei nehmen ist wohl nebensächlich", ärgert sich Regina. 

Hotel-Sprecher begriff das Konzept des Überbuchens offenbar nicht 

Auch auf "Heute"-Anfrage war keine Aufklärung möglich – ein Sprecher des Hotels schien das Konzept der Überbuchung nicht zu begreifen. Auf die Frage, ob man häufig Leute wegen schlechter Planung kurzfristig stornieren müsse, konnte der Tiroler keine Antwort geben und legte prompt den Hörer auf. 

Von der Tiroler Gastfreundschaft war hier nichts zu spüren. Bereits im Winter fielen einige Tiroler Gaststätten im Lockdown negativ auf. Der Ski-Ort Ischglwar als Corona-Brennpunkt in aller Munde, viele Hotels schienen trotz strenger Verbote einfach weiterhin für Gäste geöffnet zu haben – "Heute" berichtete

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