Eine Lehrerin in Salzburg soll über Monate zum Ziel einer ehemaligen Schülerin geworden sein. Die mittlerweile erwachsene Frau soll die Pädagogin gestalkt, massiv beleidigt und wiederholt mit dem Tod bedroht haben, wie die "Salzburger Nachrichten" berichten. Nun hat die Staatsanwaltschaft Salzburg einen Strafantrag beim Landesgericht eingebracht.
Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum vom 13. Februar bis 8. Mai dieses Jahres. Laut Strafantrag soll die damalige Schülerin anonyme Schreiben verschickt oder bei der Lehrerin hinterlegt haben – teils sogar an deren Privatadresse. Auch im Schulgebäude soll sie Zettel und Aufkleber mit Beleidigungen und Todesdrohungen angebracht sowie über anonyme Accounts Droh-Mails verschickt haben.
Anfang Mai soll die Angeklagte laut Staatsanwalt Florian Weinkamer schließlich drei gefälschte Todesanzeigen der Lehrerin auf dem Damen-WC der Schule aufgehängt haben. Als Todesdatum war darauf der 19. Mai angegeben.
Gleichzeitig soll die Ex-Schülerin Droh-Mails an sich selbst geschickt haben, um den Eindruck zu erwecken, ebenfalls von unbekannten Tätern bedroht und beleidigt zu werden. Zudem soll sie versucht haben, den Verdacht auf mehrere Mitschülerinnen zu lenken.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr beharrliche Verfolgung, gefährliche Drohung, "fortdauernde Belästigung im Wege der Telekommunikation oder eines Computersystems", Verleumdung, falsche Beweisaussage vor der Polizei sowie "Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung" vor.
Verteidigt wird die Angeklagte von Rechtsanwältin Magdalena Rauter. Den Prozess führt Strafrichter Günther Nocker am Landesgericht Salzburg. Ein Termin steht noch nicht fest.