Der Wiener Töchtertag feiert heuer 25-jähriges Bestehen – und so viele junge Teilnehmerinnen wie noch nie sind mit dabei. Rund 6.200 Mädchen und junge Frauen schnuppern in 303 Unternehmen hinein und entdecken spannende Jobs in Technik, Digitalisierung, Handwerk und Naturwissenschaften.
Ob im Labor experimentieren, Apps programmieren oder selbst anpacken im Handwerk – der Töchtertag zeigt: Mädchen können alles! Und das Jubiläumsjahr bringt eine Sensation: Erstmals gibt es Angebote für alle Altersstufen – vom Kindergarten bis zur Matura.
"25 Jahre Wiener Töchtertag zeigen, wie wichtig es ist, Mädchen und junge Frauen schon früh für Berufe in Technik, Digitalisierung, Handwerk und Naturwissenschaften zu begeistern", sagt Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). Der Töchtertag helfe, alte Klischees zu sprengen und neue Karrierechancen zu eröffnen.
Zum Jubiläum ging es zurück zu den Wurzeln: Hanel-Torsch besuchte jenes Unternehmen, mit dem vor 25 Jahren alles begann – Siemens. Damals startete der Töchtertag als Pilotprojekt mit nur 200 Mädchen und einem einzigen Betrieb. Heute ist daraus ein riesiger Erfolg geworden.
Auch Patricia Neumann, Chefin von Siemens Österreich, betont: Mädchenförderung sei heute genauso wichtig wie damals.
Ein Blick auf die Lehrlingszahlen zeigt: Noch immer greifen viele Mädchen eher zu klassischen Berufen wie Einzelhandel, Büro oder Friseurin. Bei Buben dominieren dagegen Technik-Berufe wie Elektrotechnik, KFZ-Technik oder IT. Genau hier setzt der Töchtertag an – und will neue Wege aufzeigen.
590 Volksschülerinnen nahmen beim Töchtertag KIDS teil. 370 Kindergarten-Mädchen schnupperten beim Töchtertag MINI hinein. In Begleitung ihrer Lehrer oder Pädagogen verbrachten die Kinder rund zwei Stunden in einer Institution oder einem Betrieb. Dabei lernten sie unterschiedliche Arbeitswelten kennen und konnten sich in verschiedensten Rollen ausprobieren.