Nach einer tödlichen Attacke in Transdanubien wurde einem brutalen Schläger (21) ausgerechnet sein gemieteter E-Scooter zum Verhängnis: Am 27. Juni soll der 21-jährige Elektrotechniker einen Algerier (38) im Abenteuerwiesen-Park Stadlau nach einem sinnlosen Streit mit Faustschlägen so übel zugerichtet haben, dass der ihm zuvor vollkommen unbekannte Algerier regungslos zu Boden fiel. Trotz raschen Reanimationsversuchen verstarb er noch im Spital sauerstoffmangelbedingten Hirnschädigung – wir berichteten.
„Na, wo ist dein Boxer-Mann jetzt?“rief der Tatverdächtige laut Zeugen zum zweiten Opfer
Auch die Freundin des Opfers wurde vom Verdächtigen attackiert. Laut der nun eingebrachten Anklage soll der Angreifer der Frau ganze 340 Euro geraubt haben. "Na, wo ist dein Boxer-Mann jetzt?", habe er sie noch verhöhnt, ehe er auf dem E-Scooter flüchtete.
Der 21-Jährige soll mindestens vier- bis fünfmal wuchtig auf den bereits am Boden liegenden Mann eingeschlagen haben. Dennoch wurde die Tat von der Jusitz nicht als Mord klassifiziert – denn laut der eingeholten medizinischen Gutachten lässt sich der Zusammenhang zwischen Schlägen und dem Tod nicht mit der nötigen Sicherheit nachweisen. Vor Gericht wird "nur" absichtlich schwere Körperverletzung und Raub verhandelt, der Termin steht noch aus.
Brisant: Nach der Tat recherchierte der Verdächtige im Internet nach Schlagzeilen über den Vorfall. Mit seiner Freundin tauschte er sich über gespeicherte Daten des Scooter-Anbieters und die Löschung seines Accounts aus.
Zu spät! Über die Buchungsdaten der Scooterfirma konnten Ermittler den 21-Jährigen ausforschen, am 5. Juli klickten die Handschellen. Der Angeklagte spricht dennoch von Notwehr und bestreitet den Raub. Auf Top-Anwalt Norman Hofstätter wartet vor Gericht also Schwerstarbeit. Die Unschuldsvermutung gilt.