Nach Ski-Drama geflüchtet

Tödliche Ski-Fahrerflucht! 14-Jähriger stellt sich

Ein Familienvater stirbt auf der Skipiste, der andere Skifahrer lässt ihn liegen. Erst einen Tag später stellt sich ein 14-Jähriger der Polizei.
Österreich Heute
25.01.2026, 13:24
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Nach einem Zusammenstoß auf der Skipiste herrscht Entsetzen in Zell am See (Salzburg). Ein 49-jähriger Pinzgauer wurde am Samstagnachmittag (24. Jänner) im Skigebiet Schmittenhöhe tödlich verletzt. Der zweite Beteiligte flüchtete vom Unfallort und ließ den Schwerverletzten zurück.

Erst nach einer öffentlichen Fahndung kam Bewegung in den Fall. Am Sonntag stellte sich der mutmaßlich beteiligte Skifahrer selbst bei der Polizei. Es handelt sich um einen 14-jährigen irischen Urlauber, der gemeinsam mit seiner Familie eine Polizeiinspektion aufsuchte.

Ermittlungen nach tödlichem Zurücklassen

Der Jugendliche wird derzeit zum Unfallhergang befragt. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ordnete noch am Unfalltag eine Obduktion des Opfers an. Ein Alpin-Sachverständiger soll nun klären, wie es zu der folgenschweren Kollision kam und ob ein Verschulden feststellbar ist.

"Das kommt jetzt auf die Ergebnisse der Ermittlungen an. Neben der Auswertung der Spuren und der Aussagen der Zeugen und des 14-Jährigen wird auch das Obduktionsergebnis entscheidend sein", sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber gegenüber den "Salzburger Nachrichten".

Spur führt über Leih-Skistöcke

Am Unfallort sicherte die Polizei Leih-Skistöcke der Firma Bründl. Diese Spur brachte die Ermittler weiter. Der Skiverleih wurde kontaktiert und unterstützte die Polizei bei der Zuordnung der Ausrüstung.

"Wir sind im intensiven Austausch mit der Polizei", bestätigte Geschäftsführer Christoph Bründl. Die mutmaßliche Ausrüstung des Jugendlichen sei bereits den Behörden übergeben worden. In diesem Fall sei die Zuordnung möglich gewesen, weil die Skistöcke am Unfallort zurückblieben.

Zeugen schildern dramatische Szenen

Der Unfall ereignete sich gegen 15.15 Uhr auf der roten Piste 2 auf einer Seehöhe von 1444 Metern. Mehrere Zeugen beschrieben den flüchtigen Skifahrer als englischsprachigen Jugendlichen mit schwarzem Skianzug, dunkelblauem Helm und weißen Alpinski. Er soll etwa 170 bis 175 Zentimeter groß sein und sich am rechten Oberschenkel verletzt haben.

Laut Zeugenaussagen war der Jugendliche in Begleitung einer blonden Frau, vermutlich seiner Mutter. Die Ermittlungen dauern an.

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