Ein Pinzgauer HAK-Lehrer hat beim Starten seines Computers vor seiner Klasse das Passwort "Heil Hitler 88" verwendet. Sein Anwalt hat nun für den Prozess den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt, dem die Richterin nicht stattgab. Der Mandat, der offenbar befristet als Karenzvertretung in der Schule tätig war, ist vor Gericht nicht erschienen.
Die Bildungsdirektion hatte den Lehrer Anfang Dezember entlassen. Dessen Vertreter hat nun vor Gericht deutlich gemacht, dass es in so einem Fall eine Null-Toleranz-Politik gebe. Ein Vergleich wäre eine Verharmlosung des Vorfalles und das verwendete Passwort sei für die Bildungsdirektion ein klarer Entlassungsgrund.
Der Streitwert war ursprünglich als knapp 150.000 Euro angegeben, das wären drei Brutto Jahresgehälter. Der Anwalt des Lehrers hat vor Gericht zu einer Reduktion auf 50.000 Euro zugestimmt. Unter anderem deshalb, da der Vertrag seines Mandanten an der Pinzgauer HAK im September ohnehin ausgelaufen wäre.
Fachleute sagen, die Zahl "88" wird allgemein als Code für "Heil Hitler" verstanden. Der Buchstabe "H" ist der achte im Alphabet. So darf in Österreich die Ziffer "88" nicht mehr auf Autokennzeichen stehen.
Die Richterin entschied nun allerdings, dass erst geprüft werde, ob bei der Entlassung formal korrekt vorgegangen wurde. Erst danach soll festgestellt werden, ob die Entlassung inhaltlich gerechtfertigt war. Das Verfahren wurde am Freitag vertagt, um noch weitere Zeugen zu vernehmen.