Vergiss Spanien, Griechenland oder Italien - Europas Temperatur-Champion heißt bald Österreich! Am Sonntag und Montag kraxeln die Temperaturen in der Alpenrepublik auf 23 Grad. Okay, das ist keine Mega-Kracher, aber im Vergleich mit anderen europäischen - und sogar nordafrikanischen - Ländern reicht der Wert für Platz 1.
Polen wird mit Werten bis zu 22 Grad den zweiten Platz erreichen. Süditalien schafft ab Sonntag bis zu 21 Grad, denselben Wert erzielen Griechenland und die Ferieninsel Mallorca. Deutschland erreicht 20 Grad, auf Zypern und Malta dürfen sich die Menschen auf zumindest 19 Grad freuen. Rumänien erzielt bloß 18 Grad.
Frisch wird es laut Prognosen im Urlaubsland Spanien mit 17 Grad, denselben Wert erzielt Südschweden. Die Mittelmeerländer Portugal, Frankreich und Kroatien müssen sich mit 16 Grad begnügen. Kühl wird es in der Schweiz mit maximal 13 Grad. Die nordeuropäischen Länder liegen 6 und 17 Grad.
Österreich übertrifft am Sonntag und Montag sogar zahlreiche Städte Nordafrikas. Rabat (Marokko) muss sich mit 20 Grad begnügen, Algier (Algerien) erreicht zumindest 22 Grad. Den Negativ-Rekord erzielt Antalya: Am Sonntag 5 Grad, am Montag klettern die Temperaturen auf zumindest 10 Grad.
Betrachtet man die heimischen Landeshauptstädte und vergleicht das langjährige Mittel von 1991 bis 2020 mit jenem von 1961 bis 1990, so fällt auf, dass sich der erste Sommertag in den vergangenen 30 Jahren im Schnitt um ein bis zwei Wochen vorverlegt hat. Dieser Trend setzt sich unvermindert fort.
"In den 70er Jahren gab es in Innsbruck den ersten Sommertag des Jahres im Mittel am 12. Mai, in den vergangenen 30 Jahren dagegen schon am 29. April", so Ubimet-Meteorologe Michele Salmi. Auch in Klagenfurt, Linz und Graz wird die Marke etwa 10 Tage früher erreicht.
Den bislang frühesten Sommertag mit 25,3 Grad gab es hierzulande am 18.03.2004 in Pottschach-Ternitz (NÖ), den frühesten Hitzetag mit 30,0 Grad hingegen am 7.4.2024 in Bruck an der Mur (Stmk.).
Am Samstag scheint im Westen und Süden weiterhin häufig die Sonne, gegen Abend zeigen sich allmählich vermehrt Schleierwolken. Vom Waldviertel bis ins Nordburgenland ziehen vor allem in der ersten Tageshälfte noch einige Wolken durch, die Schauerneigung ist gering. Mit bis zu 24 Grad bleibt es frühlingshaft mild.
Wie die Klima-Erwärmung "vorverlegte" Sommer begünstigt
Der Sonntag beginnt vor allem im östlichen Flachland sonnig, von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten hingegen mit dichten Wolken und vereinzelt Regen. Tagsüber ziehen auch im Osten Wolkenfelder durch, im westlichen Bergland gehen am Nachmittag einzelne Schauer nieder. Im Osten und in den größeren Tälern bleibt es meist trocken. Bei Südwind liegen die Höchstwerte von West nach Ost zwischen 16 und 24 Grad.