"Welche Politiker sind ihnen positiv, welche negativ aufgefallen" – diese Frage stellt Unique Research für "Heute" jeden Monat den Österreichern.
Aus den Antworten wird dann das traditionelle Polit-Barometer errechnet. Im November wird es einmal mehr von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl angeführt – "Heute" berichtete.
Hinter ihm folgt nun der künftige Vizekanzler Markus Marterbauer, der sich im Vergleich zur letzten Welle um elf Saldopunkte steigern konnte und als Einziger der abgefragten Politiker einen positiven Saldo aufweist.
Das sind Werte, von denen Erfolglos-Vorsitzender Andreas Babler nur träumen kann. Er ist der unbeliebteste Politiker Österreichs. Mit 52 Prozent ist er in den vergangenen 14 Tagen mehr als jedem Zweiten (!) Befragten negativ aufgefallen.
Kein anderer heimischer Spitzenpolitiker hat derart desaströse Werte. Den beiden ebenfalls massiv polarisierenden Chefs von Neos und FPÖ schlägt deutlich geringere Ablehnung entgegen. Beate Meinl-Reisinger fiel 44 Prozent der Befragten schlecht auf, bei Kickl sind es 40 Prozent.
Der blaue Frontmann hat auf der anderen Seite aber 29 Prozent, die hinter ihm stehen – das Barometer wird traditionell ja nach den Positiv-Nennungen gewichtet, da sie am ehesten ein Wahlmotiv darstellen.
Im Keller des Rankings: Bablers linke Hand Michaela Schmidt. Sie konnte mit ihrer Arbeit zuletzt lediglich acht Prozent der Österreicher überzeugen. 15 Prozent hatten starke Vorbehalte gegen ihr Wirken. Die ehemalige AK-Abteilungsleiterin soll mit ihrem Chef Babler abgelöst werden. Beide sind für die SPÖ zur massiven Belastung geworden. Im aktuellen APA-Wahltrend kommen die Roten nur noch auf 14,1 Prozent – das sind noch einmal sieben Prozentpunkte weniger als beim historisch schlechtesten Wahlergebnis von 2024.
Und wie schlagen sich die neuen SPÖ-Chefs im aktuellen Ranking? "Heute"-Meinungsforscher Peter Hajek: "Philip Kucher steigt neu ein – und zwar auf demselben Niveau wie seine Kollegin Eva-Maria Holzleitner." Beide sind im Mittelfeld klassiert. Wieder dort zu landen, wäre für die SPÖ in ihrer gegenwärtigen Verfassung schon als Erfolg zu verbuchen ...