Boris Becker platzt der Kragen! Die deutsche Tennis-Legende verteidigt Alexander Zverev gegen Kritik an dessen Aufstieg zur Nummer eins der Weltrangliste. Dass der Hamburger vor allem von den Verletzungen seiner größten Rivalen profitiert habe, will Becker nicht gelten lassen.
"Die Kritiker sagen, dass er sich das nicht verdient hat. Ich sage: Das ist totaler Schwachsinn", poltert der 58-Jährige in seinem gemeinsamen Podcast mit Ex-Tennisspielerin Andrea Petkovic.
Dabei ist die Bilanz gegen die beiden Top-Stars tatsächlich ernüchternd. Gegen Jannik Sinner verlor Zverev in diesem Jahr alle fünf Duelle, gegen Carlos Alcaraz steht eine Niederlage zu Buche. Doch für Becker zählt etwas anderes.
"Dafür kann er nichts. Das ist ja nicht sein Fehler. Er kann nur immer die Gegner schlagen, gegen die er auf dem Platz antreten darf. Das hat er besser gemacht als jeder andere", stellt der sechsfache Grand-Slam-Sieger klar.
Sinner musste seine Saison wegen Knieproblemen vorzeitig beenden, auch Alcaraz kämpfte immer wieder mit Verletzungen. Nach dessen überraschender Niederlage beim Masters in Shanghai ist für Zverev der Weg an die Weltranglistenspitze frei.
Für Becker steht fest: "Er wird zurecht und hochverdient die neue Nummer eins der Welt." Sein klares Urteil: "Nummer eins wird man nicht zufällig." Spätestens nach Zverevs US-Open-Triumph sei er sich sicher gewesen, dass der Deutsche das Jahr an der Spitze beenden würde. Offiziell könnte Zverev frühestens nach dem Turnier in der Wiener Stadthalle am 2. November die Führung übernehmen, spätestens aber zum Saisonende.