Im dritten Versuch wurde eine Demo des Bürgermeisters der Gemeinde Gries am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land), Karl Mühlsteiger, genehmigt. Man will gegen die Verkehrsbelastung im Wipptal protestieren. Daher ist die Brennerautobahn (A13) schon seit 11 Uhr gesperrt.
Anfangs wurde noch mit einem regelrechten Verkehrschaos gerechnet. Gegen Mittag war davon jedoch nichts zu merken. Schon am Vormittag kam eine beruhigende Meldung von der Verkehrsabteilung der Polizei. Demnach sei "alles sehr entspannt". Es würde weniger Verkehr geben als an normalen Samstagen, berichtet die "Krone".
Lediglich einige Urlauber aus Deutschland mussten vor dem Brenner wieder umkehren. Zahlreiche Personen dürften ihre Reise verschoben oder Tirol aufgrund der Warnung umfahren haben. "Ich hätte nie gedacht, dass die Leute so vernünftig sind und die Brennerroute wirklich meiden", wurde ein deutscher Tourist von der "Krone" zitiert.
An vielen Orten in Tirol würde "tote Hose" herrschen. Auch auf den Ausweichrouten sei die Lage entspannt. Neben der Brennerautobahn sind auch Bundes- und Landesstraßen im Wipptal für den Durchzugsverkehr gesperrt.
Laut dem ÖAMTC habe es nur im Raum Salzburg Staus und Blockabfertigungen während des Vormittags gegeben. Des Weiteren rechne man auf den Ausweichrouten mit mehr Verkehr im Laufe des Tages. Die kommenden Stunden würden zeigen, ob die Lage weiterhin ruhig bleibt.
Derzeit würden sich das Land Tirol, die Polizei und die Asfinag im Einsatz befinden. Die Demo selbst begann um 13 Uhr. Um 13.15 Uhr zogen etwa 2000 bis 3000 Teilnehmer neben der Autobahn in Richtung Kettenanlegeplatz Matrei. Die Kundgebung soll bis 16.30 Uhr gehen.