Hinter dem tragischen Radunfall auf der Rossfeldpanoramastraße nahe der österreichischen Grenze ("Heute" berichtete) steckt ein Todesfall, der die Radsport-Szene erschüttert. Bei dem verunglückten 36-Jährigen handelt es sich um Max Riese, einen bekannten Extrem-Radsportler und Wahl-Salzburger.
Riese war am Dienstagabend auf einer Trainingsfahrt unterwegs. Gegen 20 Uhr entdeckte eine Frau den schwer verletzten Radfahrer auf der Straße. Trotz aller Rettungsversuche kam für ihn jede Hilfe zu spät. Der 36-Jährige starb noch an der Unfallstelle.
Wie genau es zu dem tödlichen Unfall kam, ist noch nicht restlos geklärt. Spuren am Unfallort deuten laut Polizei darauf hin, dass Riese mit einem Hirsch beziehungsweise anderem Rotwild kollidiert sein könnte.
Zeugen gibt es bisher keine. Aufgrund der schweren Verletzungen gehen die Ermittler davon aus, dass der Radfahrer bergab unterwegs gewesen sein dürfte. Gemeinsam mit einem Jäger wurde nach dem Tier gesucht, allerdings ohne Erfolg. Ein Sachverständiger soll nun helfen, den Unfallhergang zu rekonstruieren.
Besonders tragisch: Riese verunglückte auf einer Strecke, die er bestens kannte. Ein befreundeter Rad-Journalist spricht von seiner "Hausrunde".
Riese hatte sich in der Gravel- und Bikepacking-Szene längst einen Namen gemacht. Er nahm an extremen Langstreckenrennen teil, fuhr durch das Atlasgebirge, die Rocky Mountains und Kirgisistan sowie quer durch Europa und über die Alpen.
Zu seinen größten sportlichen Erfolgen zählte der Sieg beim Hellenic Mountain Race. Noch im Sommer war Riese beim anspruchsvollen Silk Road Mountain Race unterwegs. Im Oktober wollte er beim neuen Taurus Mountain Race in der Türkei starten.
Danach hatte er andere Pläne: Riese wollte sich eine "ganz fette Offseason" gönnen, wie er einem Freund erzählt hatte. Dazu sollte es nicht mehr kommen.
Doch Riese war nicht nur als Extremsportler bekannt. Mit dem von ihm gegründeten gravgrav Collective entwickelte er Bikepacking-Routen, organisierte Veranstaltungen und brachte Radfahrer zusammen.
Seine Community bestätigte den Tod des 36-Jährigen mit emotionalen Worten. "Mit unendlich schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass Max Riese am 15.09.2026 bei einem tödlichen Unfall ums Leben gekommen ist", heißt es in der Mitteilung.
Obwohl Ultra-Rennen eigentlich eine Einzelsportart seien, seien Riese die Menschen rund um den Sport besonders wichtig gewesen. Er hinterlasse eine "unersetzliche Lücke" in der Community, bei gravgrav und vor allem bei seiner Familie, seiner Partnerin Lisa und seinen engsten Vertrauten.