Für viele Haller war er über Jahrzehnte fixer Bestandteil ihres Alltags – jetzt steht der Salon Carla vor einer ungewissen Zukunft. Am 23. Februar wurde über das Vermögen des Betriebs in der Kaiser-Max-Straße ein Konkursverfahren eröffnet.
1970 gründete Carla Zimmermann ihren eigenen Friseursalon – mit Schere, Föhn und viel Mut. Was klein begann, wurde zu einer Institution in Hall. 1999 übernahm Tochter Gisela Zimmermann den Betrieb und führte ihn mit derselben Leidenschaft weiter.
Generationen saßen hier auf dem Frisierstuhl: Kinder vor dem ersten Haarschnitt, Jugendliche vor dem Maturaball, Bräute am Hochzeitstag, Stammkunden, die seit Jahrzehnten kommen. Der Salon war mehr als nur ein Geschäft – er war Treffpunkt, Gesprächsort, ein Stück Zuhause.
Kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür, Kartenzahlung und eigene Tage für Kinder und Senioren machten den Betrieb besonders nahbar. Hier war jeder willkommen – vom Volksschüler bis zur Pensionistin. Wie es nun weitergeht, ist offen. Auch gewachsene Familienbetriebe mit jahrzehntelanger Geschichte geraten zunehmend unter wirtschaftlichen Druck.
Gläubiger können ihre Forderungen noch bis 6. April anmelden. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Walter Waizer bestellt. Die erste Gläubigerversammlung sowie die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 20. April statt.