Es sind Erinnerungen, die Elke Winkens bis heute begleiten.
Im Alter von gerade einmal sieben Jahren wurde die Schauspielerin nach eigenen Angaben Opfer eines sexuellen Übergriffs.
Im Gespräch mit der "Krone" erinnert sie sich an den Moment zurück. Winkens befand sich damals in der Imbissbude ihrer Eltern, als ein Mann sie berührte.
Als ihre Mutter dazukam, bemerkte sie offenbar sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie fragte ihre Tochter, ob der Mann ihr etwas angetan habe. Winkens antwortete mit "Ja".
Doch es sollte nicht das einzige traumatische Erlebnis in ihrem Leben bleiben.
Winkens berichtet auch von sexueller Gewalt, die sie später als Jugendliche erleben musste. Bereits 2018 hatte die Schauspielerin öffentlich gemacht, dass sie mit 16 Jahren von einem entfernten Bekannten ihrer Eltern vergewaltigt worden sei. Mit 20 habe sie eine weitere Vergewaltigung erlebt.
Heute weiß Winkens: Die Schuld lag niemals bei ihr.
Die aktuellen Fälle rund um sexuellen Missbrauch in Österreich lassen die alten Erfahrungen dennoch wieder hochkommen. "Ich sehe das Kind vor mir", sagt Winkens. Das mache sie "unheimlich traurig".
Statt zu schweigen, möchte die Schauspielerin ihre Bekanntheit nun auch nutzen, um anderen Betroffenen Mut zu machen.
Frauen, die selbst Missbrauch erlebt haben und Angst davor haben, öffentlich darüber zu sprechen, bietet Winkens Unterstützung an. Sie könnten sie sogar als "Schutzschild" nehmen, erklärt die Schauspielerin.
Gleichzeitig richtet sie einen deutlichen Appell an Männer: Sie sollen sich gegen Gewalt positionieren und Betroffenen solidarisch zur Seite stehen.