Er hat Angst um sein Leben

Wegen Dönerpreis: Influencer kassiert Morddrohungen

Kemal Üres polarisiert mit seinen Gastro-Videos regelmäßig im Netz. Doch bei einem Thema wurde aus Kritik offenbar bitterer Ernst.
Heute Entertainment
26.09.2026, 15:32
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Er testet Restaurants, zerlegt Speisekarten und erklärt Gastronomen, was sie seiner Meinung nach besser machen könnten. Damit hat sich Kemal Üres im Netz eine riesige Community aufgebaut – und gleichzeitig nicht nur Freunde gemacht.

Besonders ein Thema bringt die Gemüter zum Kochen: der Preis für einen Döner.

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Schon 2022 machte sich Üres dafür stark, dass Gastronomen für einen qualitativ guten Döner deutlich mehr verlangen müssten. Seine klare Ansage: 8,50 Euro seien bei guter Qualität angemessen. Damit traf der Gastro-Influencer offenbar einen empfindlichen Nerv.

Die Reaktionen gingen laut Üres weit über normale Kritik hinaus.

"Ich hatte sogar Morddrohungen bekommen"

"Ich hatte sogar Morddrohungen bekommen", berichtete Üres über die Folgen seiner Aussagen. Manche Menschen hätten ihm vorgeworfen, aus ihrem Döner regelrecht einen "Bugatti" gemacht zu haben.

Trotz der heftigen Reaktionen hält der 48-Jährige an seiner damaligen Forderung fest. Seine Rechnung: Schon das Fleisch könne pro Portion schnell rund zwei Euro kosten. Dazu kommen Brot, Soße, Salat sowie Kosten für Personal, Energie und Miete. Wer ordentlich arbeite und gute Qualität anbiete, könne einen Döner deshalb nicht zu den Preisen verkaufen, die viele Kunden noch von früher kennen.

"Der Döner muss 8,50 kosten bei einer guten Qualität", stellte Üres klar.

Wer sich den Drei-Euro-Döner zurückwünsche, müsse laut dem Gastro-Influencer nur einen Blick auf die eigenen Einkäufe werfen. Lebensmittel und andere Kosten seien schließlich auch für Privatpersonen massiv gestiegen.

Ärger um seine Videos

Dass Üres mit seinen deutlichen Urteilen polarisiert, zeigte sich zuletzt erneut. Im August lieferte er sich einen öffentlichen Schlagabtausch mit der BBQ-Restaurantkette Timberjacks.

Üres hatte ein Restaurant der Kette in Bannewitz besucht und anschließend ein vernichtendes Urteil veröffentlicht. "Das ist echt das Schlechteste, was ich je gegessen habe", sagte er in seinem Video. Ein Porterhouse-Steak bezeichnete er sogar als "Beleidigung".

Timberjacks ließ das nicht auf sich sitzen. Das Unternehmen widersprach seiner Darstellung und machte öffentlich, dass Üres bereits zuvor Beratungsleistungen angeboten habe, die man abgelehnt habe. Üres weist einen Zusammenhang zwischen den abgelehnten Angeboten und seiner späteren Kritik zurück.

Der Streit eskalierte schließlich auch juristisch. Timberjacks leitete rechtliche Schritte ein. Nach Darstellung des Unternehmens ging es dabei insbesondere um Filmaufnahmen im Restaurant, für die keine Genehmigung vorgelegen habe. Üres äußerte sich aufgrund einer anwaltlichen Abmahnung zeitweise nicht weiter zu der Angelegenheit.

Kritik gehört dazu – Drohungen nicht

Dass seine Art aneckt, dürfte Üres mittlerweile gewohnt sein. Seine Videos leben schließlich auch von deutlichen Urteilen und provokanten Aussagen. Der selbst ernannte "Gastroflüsterer" erreicht damit plattformübergreifend ein Millionenpublikum.

Morddrohungen überschreiten allerdings eine völlig andere Grenze.

red,26.09.2026, 15:32
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