Beim deutschen Zweitligisten VfL Bochum müssen die Fans ihre Unterstützung auf der Osttribüne künftig etwas anders gestalten. Gemeinsames, synchrones Springen und Hüpfen ist dort ab sofort untersagt. Das Verbot gilt bereits beim kommenden Heimspiel gegen Arminia Bielefeld.
Hintergrund sind die laufenden Umbauarbeiten am Ruhrstadion. Ein Gutachten kam laut Klub zu dem Ergebnis, dass durch die synchronisierten Bewegungen vieler Menschen ein sogenannter "Trampolineffekt" entstehen könne. Dieser könne bei Zuschauern ein unangenehmes Gefühl hervorrufen. Die grundsätzliche Tragfähigkeit der Tribüne sei hingegen nicht das Problem.
Die zuständige Bauaufsichtsbehörde reagierte darauf mit einer Ordnungsverfügung. Bochum muss das "Hüpfverbot" nun umsetzen und auch kontrollieren. Bei Verstößen könnte es für den Verein richtig bitter werden.
Im schlimmsten Fall droht die komplette Sperrung der Ostkurve, die Platz für bis zu 10.000 Zuschauer bietet. Normaler Torjubel ist von der Regelung ausdrücklich nicht betroffen – verboten ist lediglich das choreografierte, gemeinsame Springen.
Dauerhaft müssen die Bochum-Fans darauf nicht verzichten. Nach Abschluss der Umbauarbeiten am Ruhrstadion soll die Einschränkung wieder aufgehoben werden. Geplant ist das derzeit für das Jahr 2028.