Linz wächst, die Sommer werden immer heißer und der Wunsch nach frei zugänglichen Erholungsflächen steigt. Genau hier setzt ein neuer Vorstoß von Ahoi Linz an: Die Trauninsel zwischen Ebelsberger Traunbrücke und Westbahnbrücke soll zu einem naturnahen Freizeit- und Erholungsraum für die Bevölkerung entwickelt werden.
Hintergrund ist das laufende Renaturierungsprojekt an der Traun. Dabei entstehen neue Uferzonen und Schotterbänke, die einen besseren Zugang zum Wasser ermöglichen. Für Ahoi-Gemeinderat Clemens Brandstetter ist das eine einmalige Gelegenheit für die Stadt.
"Das Renaturierungsprojekt ist eine große Chance, die sollte Linz nützen", sagt Brandstetter im Gespräch mit "Heute". Sein Ziel: eine öffentlich zugängliche Insel mit Badeplätzen, schattigen Liegeflächen, Bewegungsangeboten und ruhigen Rückzugsorten für die Menschen im Linzer Süden.
Auch eine Hundezone mit direktem Wasserzugang sowie mögliche Grillplätze stehen zur Diskussion. Profitieren könnten laut Ahoi Linz mehr als 60.000 Bewohner in den südlichen Stadtteilen.
Damit aus der Idee Realität wird, fordert die Bewegung die Einrichtung einer Arbeitsgruppe und einen städtebaulich-landschaftsarchitektonischen Wettbewerb. So soll sichergestellt werden, dass die Entwicklung der Trauninsel nachhaltig und qualitativ hochwertig erfolgt. Anschließend könnte das Projekt schrittweise umgesetzt werden.
Brandstetter findet deutliche Worte: "Linz braucht eine Insel." Sie solle Platz zum Baden, Sporteln, Entspannen und Feiern bieten - einen Ort, an dem die Menschen dem Alltag für ein paar Stunden entkommen können.