Drama um Buckelwal

Traurige Nachricht – Wal "Timmy" ist wahrscheinlich tot

Der nach wochenlanger Odyssee in der Ostsee in die Nordsee gebrachte Buckelwal "Timmy" ist laut Experten wahrscheinlich nicht mehr am Leben.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 14:35
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Es ist wohl ein tragisches Ende für den Buckelwal, der seit Anfang März die Gemüter bewegte. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund geht davon aus, dass das extrem geschwächte Tier "nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt".

Seit der letzten nachweislichen Sichtung per Drohne am vergangenen Samstag liegen keine unabhängig verifizierbaren Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers mehr vor.

Eine Privatinitiative hatte den etwa zwölf Meter langen jungen Wal am vergangenen Dienstag vor der Insel Poel in einen wassergefüllten Lastkahn bugsiert und aus der Ostsee bis zur Nordspitze von Dänemark transportiert. Am Samstag wurde das Tier unter nicht genau bekannten Umständen auf hoher See freigesetzt.

Experten hatten von einer Rettung abgeraten

Fachleute des Meeresmuseums waren wochenlang in die Rettungsbemühungen eingebunden. Gemeinsam mit anderen Experten kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen Tier nicht mehr zu helfen sei. Am Transport durch die von Unternehmern finanzierte Initiative war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.

Die Initiative berichtete von Signalen eines an dem Wal angebrachten Peilsenders. Fachleute äußerten jedoch Zweifel – unter anderem, weil GPS-Tracker üblicherweise keine Vitalwerte erfassen könnten.

Wal strandete mehrfach

Das Museum forderte die Privatinitiative zur Aufklärung auf. Unabhängig überprüfbare Erkenntnisse zum Verbleib des Wals seien zur Aufarbeitung des Falls von großer Bedeutung.

Der Buckelwal war am 3. März erstmals im Hafen von Wismar gesichtet worden und irrte danach wochenlang vor der Ostseeküste umher. Er verfing sich in Fischernetzen und strandete trotz Rettungsversuchen wiederholt. Dies gilt als sicheres Zeichen für massive Probleme.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.05.2026, 14:36, 05.05.2026, 14:35
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen