US-Präsident Donald Trump hat eine Offensive der Kurden gegen den Iran abgelehnt. "Ich möchte nicht, dass die Kurden dorthin gehen", sagte Trump zu Journalisten an Bord seiner Präsidentenmaschine. "Wir haben nicht vor, die Kurden dorthin zu schicken. Wir haben, wie Sie wissen, ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu den Kurden, aber wir möchten diesen Krieg nicht noch komplizierter machen, als er ohnehin schon ist", so Trump weiter.
Noch am Donnerstag hatte Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, er sei "voll und ganz" für eine Offensive der iranischen kurdischen Milizen gegen die Regierung in Teheran. Die Türkei warnte am Samstag davor, dass "durch die Instrumentalisierung ethnischer oder religiöser Gruppen" ein Bürgerkrieg im Iran ausbrechen könnte.
"Es handelt sich um ein äußerst gefährliches Szenario. Wir warnen alle, sowohl den Westen als auch den Osten, offen vor diesem Szenario", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan auf einer Pressekonferenz in Istanbul.
Laut Fidan habe er über dieses Thema auch mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio gesprochen. Am Mittwoch hatte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt Berichte mehrerer US-Medien zurückgewiesen, wonach die USA kurdische Milizen bewaffnen wollten.
Sie bestätigte aber, dass Trump mit hochrangigen kurdischen Vertretern über den US-Militärstützpunkt im Nordirak gesprochen hat. Die Kurden im Irak hatten im Kampf der internationalen Koalition gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat eine entscheidende Rolle gespielt.