Aufregung an der vorarlbergischen Grenze zu Deutschland: Laut einem Bericht von "vol.at" wurde dort am Samstagmorgen ein Fernbus von der Lindauer Bundespolizei kontrolliert. Das Fahrzeug kam aus Rom und wollte seine Fahrt über Österreich nach Frankfurt am Main fortsetzen.
Im Zuge der Kontrolle wurden die Beamten auf eine türkische Familie aufmerksam. Bei ihnen handelte es sich um einen 24-Jährigen, seine Mutter (41) und seinen neun Jahre alten Bruder. Die Familienmitglieder konnten gültige Reisepässe vorweisen, hatten jedoch keinen erforderlichen Aufenthaltstitel für die Einreise nach Deutschland.
Somit war für die drei Personen am Grenzübergang Hörbranz vorerst Endstation. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der 24-Jährige bereits im September 2025 nach Deutschland gereist war. Damals beantragte er Asyl – das Verfahren wurde nach rund einem Monat eingestellt.
Beim nunmehrigen Einreiseversuch erklärte der Mann, dass er mit seinen Familienmitgliedern in Bosnien gestartet sei. Ziel der Türken sei die deutsche Stadt Karlsruhe gewesen. Dort würden bereits sein Vater und ein anderer Bruder leben.
Demnach hätten die drei Personen auch dort leben wollen, wozu es allerdings nicht kommen sollte. Der 24-Jährige und seine Mutter wurden stattdessen wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Zudem erhielt der junge Mann eine weitere Anzeige wegen des Verdachts des versuchten Einschleusens von Ausländern.
Er soll nämlich die Reise organisiert und die Bustickets gekauft haben, hieß es seitens der Beamten. Noch am Samstagabend musste die Familie wieder zurück in die Türkei. Die drei Personen wurden vom Münchner Flughafen in eine Maschine nach Istanbul gesetzt. Zudem mussten sie für die Kosten der Rückführung eine Sicherheitsleistung in Höhe von insgesamt 2.100 Euro hinterlegen.