Türkis-Grün gönnt sich ein zusätzliches Ministerium

Jünger, weiblicher – und größer. So wird die türkis-grüne Regierung, die Sebastian Kurz (VP) und Werner Kogler (Grüne) heute um 21.45 Uhr präsentieren werden.

Heute Vormittag besuchte Übergangsminister Alexander Schallenberg mit dem kroatischen Ressortkollegen Radman Grlic das Wiener Neujahrskonzert. Schallenberg wird auch künftig im Außenministerium tonangebend bleiben. Denn der 50-jährige, von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Ibiza-Krise bestellte, Diplomat wird das Ressort als parteifreies Regierungsmitglied auch weiterhin führen.

Kurz und Kogler treten vor die Presse

Diese und andere Personalien wollen VP-Obmann Sebastian Kurz und Grünen-Bundessprecher Werner Kogler den Österreichern am Neujahrstag gegen 21.45 Uhr präsentieren. "Kreuzfahrt ins Glück" auf ORF 2 verschiebt sich im Anschluss an das "Traumschiff" (beides mit Florian Silbereisen) nach hinten.

Bereits jetzt zeichnet sich ziemlich deutlich ab, mit welchen Politikern die neue Bundesregierung losschippern wird. Von vornherein klar waren ja VP-Chef Sebastian Kurz als Kanzler und Grünen-Sprecher Werner Kogler als Vizekanzler. Sie führen das Regierungsteam, das aus zwölf türkisen und fünf grünen Mitgliedern besteht, an. Darin enthalten ist jeweils ein noch nicht festgelegter Staatssekretär für ÖVP und Grüne.

Die neue Koalition ist somit insgesamt um eine Person größer als Türkis-Blau 2017. Erstmalig wird es diesmal mehr Ministerinnen als Minister geben – und: Noch nie war das Regierungsteam so jung. Der deutlichste Unterschied ist das Integrations-Ressort, das " target="_blank"> zum Ministerium aufgewertet und mit Susanne Raab (34) von einer Newcomerin geführt wird. Raab hat allerdings langjährige Erfahrung im Bereich Integration.

Erstmals mehr Frauen als Männer bei ÖVP

Kurz selbst wird erneut jüngster Bundeskanzler mit 33 Jahren, Gernot Blümel (38) neuer ÖVP-Finanzminister. Europaministerin soll Karoline Edtstadler (38) werden. Das Landwirtschaftsministerium geht wie bereits 2017 an Elisabeth Köstinger (41). Margarete Schramböck (49) dürfte erneut Wirtschaftsministerin werden.

Neu ins Regierungsteam kommen die bereits erwähnte Susanne Raab als Integrationsministerin sowie die bisher kaum bekannte 36-jährige Christine Aschbacher als Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend. Das Verteidigungsministerium übernimmt mit der 49-jährigen Klaudia Tanner erstmals ebenfalls eine Frau.

Als Innenminister wird der 47-jährige Karl Nehammer fungieren, Bildungsminister soll abermals Heinz Faßmann (64) werden.

Auch Grüne setzen auf Frauenpower

Für die Grünen stemmt die 42-jährige Leonore Gewessler als "Superministerin" für Umwelt, Infrastruktur und Verkehr nicht nur ein Mammut-Ressort, sondern deckt künftig auch das grüne Kernthema Umwelt- und Klimaschutz ab. Die ÖVP stellt ihr den Vorarlberger Magnus Brunner als Staatssekretär zur Seite. Ins Justizministerium zieht die 35-jährige Durchstarterin Alma Zadic ein. Sie wechselte von der Liste Pilz zu den Grünen und führte auch gleich die Regierungsverhandlungen mit.

Der Oberösterreicher Rudi Anschober (59) übernimmt das Sozialministerium, in dem wohl auch die Gesundheitsagenden ressortieren werden. Wo die Kulturagenden, die den Grünen zufallen, landen werden, ist noch unklar.

Die Grünen müssen das Regierungsprogramm ebenso wie die Ministerkandidaten allerdings noch vom Bundeskongress am 3. Jänner absegnen lassen. Deshalb herrscht hier noch weniger Klarheit als bei den ÖVP-Regierungsmitgliedern.

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