Die Pfingstfeiern in Lignano verliefen heuer deutlich ruhiger als in den vergangenen Jahren, so sieht es die Gemeindeverwaltung. Ganz zufrieden ist man aber trotzdem noch nicht. "Natürlich gibt es immer noch Verbesserungspotenzial", sagt Tourismus-Stadtrat Massimo Brini laut Kleine Zeitung.
Deshalb bringt der Politiker nun strengere Maßnahmen ins Spiel. Sein Vorschlag: Wer sich mit Alkohol völlig abschießt, soll künftig selbst für medizinische Behandlungen zahlen müssen.
"Ich würde vorschlagen, jenen Gästen, die übermäßig Alkohol konsumieren, die medizinische Behandlung in Rechnung zu stellen", erklärt Brini.
Da das rechtlich schwierig umzusetzen sei, will die Gemeinde stattdessen verstärkt Wirte und Lokale in die Pflicht nehmen. "Wenn ein Gastronom einem offensichtlich stark Betrunkenen weiterhin alkoholische Getränke ausschenkt, soll er mit einer Strafe belegt werden", berichtet die Kleine Zeitung.
Großen Ärger gibt es in Lignano außerdem wegen Berichten über vermüllte Straßen nach den Partynächten. Brini wirft einigen Medien vor, ein falsches Bild vermittelt zu haben.
"Die Lokalpresse hat teilweise Fotos veröffentlicht, die ein komplett falsches Bild abgegeben haben", sagt er. Die Bilder seien genau in jenem kurzen Moment entstanden, nachdem die Feiernden abgezogen waren – noch bevor die Reinigungstrupps alles gesäubert hätten.
Tatsächlich sei bereits ab 5 Uhr früh geputzt worden. Um 7.30 Uhr sei laut Gemeinde wieder alles sauber gewesen.
Auch viele Hoteliers zeigen sich erleichtert, dass die Lage heuer ruhiger blieb. Manche Hotels nahmen allerdings gar keine jungen Partygäste auf. Andere hoffen auf weitere Verbesserungen in den kommenden Jahren.
Martin Manera, Präsident der Hoteliersvereinigung in Lignano, appelliert laut Kleine Zeitung vor allem an Eltern. Jugendliche sollten beim Feiern nicht völlig sich selbst überlassen werden.
"Man muss aber auch verstehen, dass sich die Hoteliers für die Sicherheit der Gäste verantwortlich fühlen. Auch die Polizei will für deren Sicherheit sorgen, nicht das Feiern verhindern", erklärt Manera.