Schon wieder sorgt ein erst 13-jähriger Intensivtäter in Vorarlberg für Aufsehen! Der syrische Bub soll allein in diesem Jahr für mehr als 300 Straftaten verantwortlich sein. In der Nacht auf Dienstag wurde er erneut von der Polizei geschnappt. Gemeinsam mit einer ebenfalls 13-jährigen Ukrainerin hatte er versucht, in den bekannten Milchpilz in Bregenz einzubrechen.
Der Einbruch scheiterte, doch bei der anschließenden Amtshandlung verletzte der 13-Jährige zwei Polizisten. Wie die Polizei gegenüber der "Kronen Zeitung" bestätigte, handelt es sich um jenen Intensivtäter, der die Behörden bereits seit längerer Zeit beschäftigt.
Der Jugendliche war bereits zuvor durch schwere Gewalttaten aufgefallen. Unter anderem soll er gemeinsam mit einem Komplizen in Dornbirn einen 72-jährigen Pensionisten brutal überfallen und krankenhausreif geschlagen haben.
Trotz der zahlreichen Vorwürfe kann der Bub strafrechtlich nicht belangt werden. Denn in Österreich beginnt die Strafmündigkeit erst mit 14 Jahren.
Der Fall beschäftigt mittlerweile auch die Vorarlberger Landespolitik. Am Dienstag kamen Vertreter der Landesregierung, der Polizei und verschiedener Behörden zu einem Sicherheitsgipfel im Bregenzer Landhaus zusammen. Dabei wurde über den Umgang mit dem 13-Jährigen und mögliche weitere Maßnahmen beraten.
Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) erneuerte anschließend seine Forderung, das Strafmündigkeitsalter auf zwölf Jahre zu senken. "Die Gesellschaft erwartet sich zu Recht Schutz. Für 13-jährige Intensivtäter kann die Antwort nur noch die stärkste Konsequenz sein, nämlich eine zwangsweise Unterbringung. Dafür braucht es so schnell wie möglich den gesetzlichen Rahmen."
Beim Sicherheitsgipfel einigten sich die Teilnehmer darauf, im Fall des 13-Jährigen sämtliche bestehenden rechtlichen und praktischen Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen.
Eine strafrechtliche Inhaftierung des Jugendlichen ist aufgrund seines Alters derzeit allerdings nicht möglich.