"Ist Grundvoraussetzung"

Überraschender Trend: Erwachsene drücken die Schulbank

Kurse, Workshops, Vorträge: Lernen ist für Erwachsene Fixprogramm. Und die Zahlen zeigen: In Oberösterreich ist der Andrang riesig.
Oberösterreich Heute
22.02.2026, 17:04
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Fast jeder Erwachsene in Oberösterreich drückt wieder die Schulbank – und das freiwillig: 755.000 Teilnahmen an Weiterbildungen pro Jahr stehen rund 917.000 Oberösterreichern im Alter von 20 bis 64 Jahren gegenüber. Heißt: Lebenslanges Lernen ist längst kein Nischenthema mehr, sondern Alltag.

Rund 60 Prozent Frauen

Organisiert wird das von einem starken Netzwerk: Im Erwachsenenbildungs-Forum OÖ (EB-Forum OÖ) sind 15 große Mitgliedseinrichtungen gebündelt – vom WIFI über das BFI bis zu Bibliotheken und Bildungshäusern. Gemeinsam stemmen sie jährlich rund 52.000 Veranstaltungen im ganzen Bundesland. Das Angebot reicht von Berufsqualifizierung über Grundbildung bis zu Gesundheits- und Kulturkursen.

Auffällig: Rund 60 Prozent der Teilnehmenden sind Frauen. Gleichzeitig ist die Erwachsenenbildung auch ein Jobmotor. 38.463 Beschäftigte arbeiten in diesem Bereich, mehr als 30.000 davon im pädagogischen Bereich.

"Keine Option, sondern Grundvoraussetzung"

Mit dem neuen Impulspapier "Lebenslanges Lernen in OÖ" setzen Land Oberösterreich und EB-Forum OÖ nun weitere Schwerpunkte. Vier Handlungsfelder – von Positionierung und Mindset über Qualität bis hin zu Zugang und Organisation – sollen das System weiter stärken.

Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) unterstreicht die Bedeutung: "Lebenslanges Lernen ist heute keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung, um gesellschaftliche, technologische und wirtschaftliche Veränderungen gut zu bewältigen." Die Erwachsenenbildung in Oberösterreich schaffe dafür konkrete Chancen.

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