Sirenen, Blaulicht, ein regelrechter Dauereinsatz: Niederösterreichs Feuerwehren waren im vergangenen Jahr so oft gefordert wie selten zuvor. Insgesamt rückten die Freiwilligen Feuerwehrkräfte zu 68.058 Einsätzen aus und leisteten dabei über 7,5 Millionen Arbeitsstunden.
VP-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte bei der Präsentation der Feuerwehr-Bilanz am Donnerstag im Landhaus St. Pölten: "Sicherheit ist kein Ausnahmezustand, Sicherheit ist ein Dauerauftrag. Denn auch ohne Extrem-Ereignis wie dem Hochwasser 2024 sind unsere Feuerwehren im Dauereinsatz." Die Zahlen zeigen, es gab "im Schnitt fast alle acht Minuten einen Einsatz – Tag und Nacht, bei jeder Witterung."
Auffällig ist auch die Entwicklung innerhalb der Organisation. Laut Mikl-Leitner sind heute über 11.800 Frauen aktiv, mehr als 300 davon in Kommando-Verantwortung. Zudem sind fast 8.000 Jugendliche und mehr als 1.100 Kinder Feuerwehrmitglieder. Damit sei die Feuerwehr im Vorjahr jünger und auch weiblicher geworden.
Sorgen bereitet allerdings die hohe Zahl der Brände. "Die Brandeinsätze sind auf 8.410 Fälle gestiegen – ein Anstieg um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr", so die Landeshauptfrau. Oft sei Unachtsamkeit bei heißer Asche oder einer einfachen Kerze die Brandursache.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP) verwies bei der Präsentation auch auf das ewige Thema Sparen. So wurden bei der landesweiten Beschaffungsaktion 48 moderne Hilfsleitungsfahrzeuge ausgeliefert. Insgesamt entstehe dadurch eine Ersparnis von 1,9 Millionen Euro.
Pernkopf: "Ich möchte der Feuerwehr das Leben leichter machen, damit sie uns allen das Leben sicherer machen kann." Durch die modernen Fahrzeuge und die neue Alarmierungs-App "LEA" sollen Kosten sinken und Einsätze schneller koordiniert werden. Die LEA-App ergänze Sirenen und Pager, unterstütze Einsatzleiter, Navigation sowie Informationsweitergabe und erleichtere auch die Organisation des Feuerwehr-Alltags, heißt es.
Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner hob am Donnerstag die enorme freiwillige Leistung hervor: "Das ist, aufgrund der Freiwilligkeit unserer Kameradinnen und Kameraden, eine reine Personalkostenersparnis von 258 Millionen Euro."