Eigentlich hätte das sein Wohnzimmer sein müssen. Ssynic steht seit Jahren für deutschen Battlerap, kennt die Bühne, die Spielchen und vor allem die Kunst, einen Gegner vor Publikum möglichst genüsslich auseinanderzunehmen.
PA Sports hingegen? Der hatte seit fast zwei Jahrzehnten kein dokumentiertes Acapella-Battle mehr bestritten.
Und trotzdem kam es anders als gedacht.
Beim großen DLTLLY-Duell lieferten sich die beiden Rapper über mehrere Runden eine heftige Wortschlacht. Vor allem PA überraschte dabei viele Zuschauer. Statt nach seiner langen Battle-Pause eingerostet zu wirken, feuerte er teilweise derart heftig gegen seinen Gegner, dass sogar Ssynic anschließend Respekt zollen musste.
PA verriet nach dem Battle, dass Ssynic ihm persönlich einen knappen Sieg zugesprochen habe. Eine bemerkenswerte Aussage – schließlich ist der Berliner nicht unbedingt dafür bekannt, seine Battles kleinlaut abzuschenken.
Noch deutlicher wurde Ssynic bei einer bestimmten Passage seines Gegners.
PAs zweite und dritte Runde seien stark gewesen. Bei einem Teil seiner Performance sei es für Ssynic sogar eines der "Top drei der unangenehmsten Gefühle auf der Bühne" seiner Karriere gewesen, einfach danebenstehen und die Treffer kassieren zu müssen.
Fast 20 Jahre Battle-Pause – und dann bringt PA Sports ausgerechnet einen Battlerap-Veteranen derart ins Schwitzen.
Ganz entschieden ist das Duell für die Fans trotzdem nicht. Seit das komplette Battle kostenlos auf YouTube zu sehen ist, wird das Ergebnis erneut heiß diskutiert. Während viele PA vorne sehen, gibt es ebenso Zuschauer, die Ssynics Runden stärker bewerten. Vor allem auf Video soll dessen Performance noch einmal deutlich besser wirken als unmittelbar vor Ort.
Das dürfte PA allerdings verschmerzen können.
Er kam nach fast zwei Jahrzehnten zurück, stellte sich einem der bekanntesten deutschen Battlerapper – und bekam anschließend ausgerechnet von seinem Gegner bescheinigt, wohl gewonnen zu haben.