Große Sorge um "Findus" in Sierndorf, Bezirk Korneuburg: Der Kater wurde vor wenigen Tagen gegen 9 Uhr früh mitten am Radweg zwischen Sierndorf und Oberolberndorf angeschossen. Laut seiner Tierärztin, Dr. Christine Plattner, soll ein Unbekannter mit einem Schrotgewehr auf den Kater gefeuert haben.
Dass "Findus" überhaupt gefunden wurde, verdankt er seinem GPS-Tracker. Seine Besitzer bemerkten, dass sich das Signal über Stunden nicht mehr bewegte. Zuerst dachten sie, der Tracker sei einfach heruntergefallen.
Als sie das Ortungsgerät in der Nachbarschaft suchen wollten, machten sie die schlimme Entdeckung: "Findus" lag blutig, verletzt und völlig erschöpft am Straßenrand.
"Hier hat man es nicht mit einem Jäger, sondern einem Tierhasser zu tun", sagt Tierärztin Christine Plattner im "Heute"-Gespräch. Die Besitzer hatten "Findus" direkt nach dem Fund zu ihr gebracht, sie versorgte den schwer verletzten Kater in ihrer Ordination. Auf Fotos sind die Eintrittswunden deutlich zu sehen, auch am Röntgenbild sind die Schrotkugeln erkennbar.
Findus hatte starke Schmerzen und wurde medizinisch behandelt, in Lebensgefahr schwebt er aktuell nicht. Wie die Tierärztin "Heute" gegenüber schildert, haben die Tierbesitzer bereits Anzeige bei der zuständigen Polizeiinspektion Hausleiten erstattet. Auch dort hofft man nun auf Hinweise von Zeugen, die den Täter oder die Schussabgabe vielleicht beobachtet haben.
Für Plattner ist der Fall besonders beunruhigend. "Genau denselben Fall hatten wir bereits vor sieben Jahren. Ich fürchte, derselbe Täter ist am Werk", sagt die Tierärztin. Katzenbesitzer in der Gegend sollen jetzt besonders wachsam sein, warnt sie. Gleichzeitig kämpft Findus weiter um seine Erholung.