Obdachlose erfroren

"Unerträglich" – nach Tragödien warnt FPÖ vor Kälte

Nach den Erfrierungsfällen in Wien warnt die FPÖ: Auch in Linz schlafen Obdachlose trotz Minusgraden im Freien. Die Partei fordert mehr Notquartiere.
Oberösterreich Heute
18.01.2026, 09:45
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Auch in Linz sorgt die Nachricht über zwei in Wien erfrorene Obdachlose für Betroffenheit. Die FPÖ warnt jetzt, dass auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt weiterhin Menschen trotz Minusgraden im Freien schlafen.

"Nicht weiter wegsehen"

"Die tragische Meldung, dass in Wien zwei Obdachlose erfroren sind, ist eine traurige, aber umso eindringlichere Mahnung, nicht weiter wegzusehen", so FP-Stadtrat Michael Raml. Brücken, Parks und sogar die Rutschen von Kinderspielplätzen würden auch in Linz Obdachlosen als provisorisches Dach dienen. Diese Zustände seien weder für Besucher der Stadt, die Bürger noch für die Betroffenen selbst tragbar.

"Es ist unerträglich, dass Menschen bei diesen Temperaturen in Tiefgaragen oder im Freien übernachten müssen, während gleichzeitig über Zuständigkeiten diskutiert wird", stellt Sozialsprecher Peter Stumptner (FPÖ) klar. Er kündigt einen entsprechenden Antrag in der kommenden Gemeinderatssitzung an.

Kältetelefone in den Bundesländern

Wien Kältetelefon Caritas Wien: 01/4804-553 – 0:00-24:00 Uhr, 29. Oktober bis 29. April

Burgenland Kältetelefon Caritas Burgenland: 0676/8373-0322 – 08:00-22:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Steiermark Kältetelefon Caritas Steiermark: 0676/8801-58111 – 18:00-24:00 Uhr, 11. November bis 31. März

Kärnten Kältetelefon Caritas Kärnten: 0463/3960-60 - 18:00-06:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Salzburg Kältetelefon Caritas Salzburg: 0676/8482-10651 – 0:00-24:00 Uhr, 1. November bis 31. März

Tirol Kältetelefon: 0512/2144-7 (TSD – Tiroler Soziale Dienste GMBH) – 0:00-24:00 Uhr, 1. November bis 30. April

Vorarlberg Caritas Center Feldkirch: 05522/200-1700 – 08:00-12:00 Uhr (Mo-Fr)

Notschlafstelle am Jahnplatz 4 in Feldkirch: 05522/200-1200 – 16:30-08:00 Uhr

Caritas Café 05522/200-1570 – 08:30-16:30 Uhr (Mo-Fr), 08:30-12:00 Uhr (Sa)

Oberösterreich Kältetelefon für das Linzer Stadtgebiet – Sozialverein B37 – OBST 0732/7767-67560, 10:00-12:00 Uhr (Di, Do) – 1. November bis 31. März. Außerhalb der genannten Zeiten ist ein Anrufbeantworter aktiv.

Niederösterreich Kein Kältetelefon! Notschlafstellen gibt es in St. Pölten (Emmaus) und Wr. Neustadt (Verein für soziale Betreuung Süd und VBO); Infos über Wohnungslosenhilfeeinrichtungen in NÖ unter www.netwo-noe.at

Einige Personen "ganz ohne Schutz"

Besonders schwierig sei die Lage für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen, die nicht in regulären Notschlafstellen untergebracht werden können. Zudem gebe es Personen, die es nicht aushalten, mit anderen in einem Raum zu schlafen: "Diese Personen fallen durch das Raster der derzeitigen Angebote und bleiben oft ganz ohne Schutz."

Stumptner fordert von der neuen Linzer Sozialstadträtin und Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) rasches Handeln: Es gehe nicht um politische Abgrenzung, sondern um konkrete Hilfe. Sie solle "bestehende Differenzen mit dem Land Oberösterreich überwinden" und gemeinsam mit dem zuständigen Landesrat Christian Dörfel (ÖVP) praktikable Lösungen erarbeiten, heißt es.

FPÖ fordert mehr Notquartiere

Konkret verlangt die Partei zusätzliche, besonders niedrigschwellige Notquartiere – reduziert auf das Nötigste: Schutz vor Kälte, ein sicherer Schlafplatz und Zugang zu Sanitäranlagen. Solche einfachen Rückzugsräume sollen auch jene erreichen, die Notschlafstellen nicht nutzen können oder dort keinen Platz finden.

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