Noch keine Besserung in Sicht

"Nicht besser": Experten mit düsterer Prognose für 2026

Bei allem Optimismus: Linzer Uni-Forscher erwarten vorerst weder auf Handels- noch auf Konsumentenseite Verbesserungen. "Heute" hat die Details.
Oberösterreich Heute
17.01.2026, 21:44
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Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sah vor wenigen Tagen "Licht am Ende des Tunnels". Der Tiefpunkt sei durchschritten. "Ich sage aber ganz ehrlich, es gibt schon ein paar Faktoren, die aus dem Optimismus einen 'vorsichtigen Optimismus' machen", so der Politiker.

Deutlich verhaltener fallen die aktuellen Analysen des Instituts für Handel, Absatz und Marketing an der Johannes Kepler Universität aus. Sie rechnen erst im Lauf des Jahres mit Aufwärtstendenzen.

Wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Arbeitslosigkeit und anhaltend hohe Inflation: Diese Faktoren führen dazu, dass die Menschen, die in Österreich leben, auch für 2026 keine Besserung ihrer finanziellen Situation erwarten. Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen verharrt zum Jahreswechsel 2025/26 weiter bei minus sieben Prozentpunkten.

Zur Erinnerung die Situation auf wirtschaftlicher Seite: Das Einzelhandelsklima hat sich im Jahresdurchschnitt 2025 mit minus fünf Prozentpunkten nur geringfügig gegenüber 2024 (minus sechs) erholt. Der Ausblick auf das erste Quartal fällt ebenfalls verhalten aus, der Saldo liegt bei minus zwölf Prozentpunkten.

Durch Teuerung verunsichert

Erste Indikatoren würden zwar auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage hinweisen, räumt Wissenschafter Ernst Gittenberger ein. Die Teuerung verunsichere aber nach wie vor die Konsumenten. "Dementsprechend fallen die Erwartungen des Einzelhandels für das erste Quartal nicht besser als im Vorjahr aus."

Die wechselseitige Blockade mache einen Aufschwung kurzfristig unwahrscheinlich, ergänzt Institutsvorstand Christoph Teller. Er appelliert an den Handel, nachvollziehbare Signale – etwa Stabilität in Preisstrategien oder Verlässlichkeit in Sortiments- und Servicequalität – zu senden, um Erwartungen schrittweise zu stabilisieren und neues Vertrauen aufzubauen.

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