Scharfe Kritik an der Formel 1. Cadillac-Pilot Sergio Perez (36) stellt die Budget-Obergrenze der Königsklasse infrage. Die Regelung sollte ursprünglich für mehr Chancengleichheit zwischen den großen und kleinen Rennställen sorgen. Laut dem Mexikaner bewirkt sie allerdings genau das Gegenteil.
Seit 2021 gilt in der Formel 1 eine Kostenobergrenze. Für die Saison 2026 dürfen die Teams rund 215 Millionen US-Dollar für die Entwicklung und den Betrieb ihrer Rennwagen ausgeben. Zusätzlich gilt für die Entwicklung der Antriebseinheiten ein eigenes Kostenlimit von 190 Millionen US-Dollar.
Für Perez benachteiligt diese Regelung vor allem kleinere und neue Teams. "Wir sind ganz offensichtlich ein neuer, kleiner Rennstall. Und ich glaube, dass die Budget-Obergrenze in diesen Tagen für die kleineren F1-Teams unfair ist", kritisierte der ehemalige Red-Bull-Pilot am Rande des Grand Prix von Singapur.
Der 36-Jährige kennt beide Seiten. Während seiner Zeit bei Red Bull Racing habe die Kostenobergrenze kaum Probleme bereitet. Der österreichische Rennstall konnte auf jahrelange Erfahrung, eingespielte Abläufe und effiziente Strukturen zurückgreifen.
Bei einem neuen Team wie Cadillac sehe die Situation hingegen völlig anders aus. "Wenn du in einem kleineren Team bist, dann wird viel mehr Geld ausgegeben, weil die Methoden nicht so klar und die Effizienz entsprechend geringer ist", erklärt Perez.
Dadurch würde der Budgetdeckel die Unterschiede zwischen den Rennställen sogar noch vergrößern, anstatt wie ursprünglich geplant für ein ausgeglicheneres Kräfteverhältnis zu sorgen.
Sportlich läuft es für den Formel-1-Neuling Cadillac bislang alles andere als nach Wunsch. In seiner ersten Saison wartet der US-Rennstall mit Perez und Teamkollege Valtteri Bottas weiterhin auf die ersten WM-Punkte. Sechs Rennen bleiben dem Duo noch, um die enttäuschende Bilanz aufzubessern.