In einem unglaublichen Kriminalfall sorgt ein erst 14‑jähriger Bub in Wien für Aufsehen: Obwohl er erst kürzlich aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, nachdem er und seine Kumpanen erklärten, sie wollten "hinter Gitter" zu ihren bereits inhaftierten Freunden, klickten kurze Zeit später erneut die Handschellen, berichtet die "Krone".
Der Fall begann, als der Jugendliche – damals erst zwölf Jahre alt – mit einer Softgun einen Mitschüler im Zug nach Neusiedl am See bedrohte und Geld erpresste. Weitere ähnliche Delikte standen laut Polizei im Raum.
Vor Gericht gaben die jungen Angeklagten damals offen zu, dass sie in Haft gehen wollten – aus Loyalität zu Freunden, die bereits im Gefängnis sitzen. Sie kündigten auch an, bei einer Freilassung sofort wieder straffällig zu werden.
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Und genau das ist passiert: Kaum wieder auf freiem Fuß, soll der 14‑Jährige mehrere Autoeinbrüche verübt haben – wieder landete er in Haft.
Die Staatsanwaltschaft Wien hat inzwischen Anklage gegen die Jugendbande erhoben. Verteidiger Philipp Winkler kritisiert laut "Krone", die Burschen hätten keinerlei Einsicht gezeigt und würden sich der Konsequenzen ihres Handelns "weder für sich noch ihre Familien" bewusst sein.
Trotz der dramatischen Taten drohen den Jugendlichen im Ernstfall nur wenige Jahre Haft – in der Praxis könnten viele Verurteilungen sogar mit bedingten Strafen enden. Ob der 14‑Jährige erneut in Haft bleibt, wird ein Gericht entscheiden.