Was für ein Abend für den LASK! Die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer setzte sich am dritten Spieltag der Champions League mit 3:2 gegen Sporting Lissabon durch. Dabei mussten die Oberösterreicher bereits nach fünf Minuten einen umstrittenen Elfmeter hinnehmen. Doch die Linzer drehten die Partie und sorgten für eine echte Sensation.
Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Kühbauer bei "Canal+" begeistert: "Das Spiel hat richtig gut angefangen. Der Elfmeter war sehr hart. Und wenn du dann weißt, dass Sporting bisher kein Spiel verloren hat, muss ich der Mannschaft ein unglaubliches Lob aussprechen."
Für den LASK-Coach war es ein ganz besonderer Auftritt seiner Mannschaft: "Das war eine unserer besten Leistungen. Du hast gesehen, dass die Jungs mit dem 1:1 wirklich daran geglaubt haben. Mit dem 2:1, 3:1 haben wir sie komplett aus der Balance gebracht."
Auch Torschütze Saša Kalajdžić konnte sein Glück kaum fassen. "Ich habe immer daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht", erklärte der ÖFB-Legionär.
Allerdings übte der Stürmer auch deutliche Kritik am Schiedsrichter. Vor allem der frühe Elfmeter für Sporting sorgte bei ihm für Unverständnis: "Das war kein Elfer, der hebt ab ohne Berührung. Bei uns wird jeder Blödsinn abgepfiffen beim Gegner nicht."
Dennoch überwog beim Angreifer die Freude über den historischen Erfolg. "Aber wir müssen auf uns schauen, wir haben eine gute Leistung gezeigt, deshalb bin ich stolz auf die Mannschaft."
Ähnlich euphorisch zeigte sich Christoph Lang, der mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 die Aufholjagd eingeleitet hatte. "Unfassbar, es ist ein unglaubliches Gefühl für uns alle. Die letzten sieben Minuten waren sehr lange", jubelte der Offensivspieler.
Trotz des frühen Rückstands habe die Mannschaft nie den Glauben an sich verloren. "Unser Ziel war es, unser Spiel durchzuziehen; dann sind wir auch international ein gutes Team", erklärte Lang. Für den Abend hatte er bereits klare Pläne: "Heute werden wir zurecht ordentlich feiern."
Auf der Gegenseite herrschte hingegen Ernüchterung. Sporting-Trainer Rui Borges haderte vor allem mit den Fehlern seiner Mannschaft: "Wir hatten drei Ballverluste und haben drei Gegentore kassiert."
Nach dem Ausgleich habe sein Team zunehmend die Kontrolle verloren. "Wir waren im Angriff schlecht positioniert, was zu diesen tödlichen Kontern des Gegners führte", analysierte Borges.