Die Kampagne "Stop The Game" hatte Proteste rund um die Partie im Aviva Stadium in Dublin angekündigt. Hintergrund sind die beiden Nations-League-Spiele Irlands gegen Israel in der Österreich-Gruppe.
Nach 20 Minuten war es tatsächlich so weit. Es regnete Tennisbälle von den Tribünen. Eine Unterbrechung war nötig. Die Unruhe beim dritten Österreich-Spiel der Nations League legte sich schnell wieder. Das Spielfeld konnte rasch von den Tennisbällen befreit werden.
Das Match wurde beim aus rot-weiß-roter Sicht unerfreulichen Zwischenstand von 0:1 fortgesetzt.
Hintergrund der Protestaktion: Die Protestbewegung gegen den israelischen Krieg im Gazastreifen hat in Irland breite Unterstützung. Bei Irlands 3:0-Sieg gegen Israel hatten zuletzt auch die Spieler selbst mit gesenkten Häuptern während der gegnerischen Hymne ein politisches Zeichen gesetzt, zudem den Handshake verweigert.
Der Zeitpunkt des Protests in der 21. Minute war nicht zufällig gewählt. Er sollte symbolisch 21.000 getöteten Kindern im Gazastreifen gewidmet sein, hatte es schon in Flyern, die den Protest angekündigt hatten, geheißen.
Update – der nächste Protest: In der 35. Minute schaffte es ein Flitzer mit einer Palästina-Fahne auf das Spielfeld, wurde aber rasch eingefangen.