Reißverschluss auf

Unterwäsche-Trick bringt "Eis-Diva" Leerdam Millionen

Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam holte in Mailand Gold und Silber - und sorgt mit einem simplen Handgriff für Werbe-Wirbel.
Sport Heute
16.02.2026, 11:52
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Reißverschluss auf – und schon fließen die Millionen!

So funktioniert das bei Jutta Leerdam. Die holländische "Eis-Diva" gewann bei den Olympischen Spielen in Mailand Gold über 1000 Meter und Silber über 500 Meter. Ein Superstar war sie schon vor den Spielen, jetzt ist sie endgültig auf dem nächsten Level angekommen.

Trick mit dem Sport-BH

Auch in Sachen Geld! Im Privatjet schwebte sie bei Olympia ein. Clever ist ihr Umgang mit dem Olympia-Werbeverbot: Während der Spiele ist abseits der offiziellen Ausrüster-Logos Werbung untersagt. Der niederländische Verband wird von Fila gesponsert, Leerdam selbst steht allerdings bei Nike unter Vertrag. Also öffnet sie unmittelbar nach dem Zieleinlauf ihren Rennanzug - darunter blitzt gut sichtbar der Sport-BH des US-Herstellers hervor.

62.000 Euro pro Posting

Mit 6,2 Millionen Followern auf Instagram ist Leerdam eine Marketing-Maschine. "Ich vermute, dass sie um die 850.000 Euro von Nike kassiert", sagt Frederique de Laat, Gründerin von Branthlete, der niederländischen Zeitung AD. Laut "Quote"-Chefredakteur Meindert Schut kann Leerdam etwa einen Cent pro Follower und gesponsertem Instagram-Post verdienen - also rund 62.000 Euro pro Posting.

Und dann ist da noch Verlobter Jake Paul. Der Influencer und Boxer bringt 28,9 Millionen Follower mit. Gemeinsame Postings treiben die Reichweite weiter nach oben. Nach ihrem Gold über 1000 Meter flossen Leerdam im Ziel die Tränen, die Schminke lief übers Gesicht - kurz darauf folgte ein Werbedeal mit der niederländischen Warenhauskette Hema. Der Slogan zum Eyeliner: "Wasserresistent, auch bei Freudentränen."

Doch nicht alles ist Glanz. Mit der Medienwelt hadert die Olympiasiegerin. "Es ist nicht immer einfach, vor allem im Umgang mit den Medien. Sie wollen Geschichten, und wenn es keine gibt, erfinden sie welche", sagt sie. Vor den Spielen boykottierte sie die niederländische schreibende Presse. "Als Sportler möchte man sich einfach nur auf seinen Sport konzentrieren. Ich hoffe, dass sich das für zukünftige Athleten ändert, denn es ist schwer, damit umzugehen. Ich komme sehr gut damit zurecht, verstehe aber, dass es für andere schwierig sein kann."

Ob sie weitermacht, ist offen. "Jetzt muss ich erstmal die Medaillen setzen lassen und im Sommer entscheide ich dann", sagt sie. Und ergänzt: "Olympia-Gold hat mir nach sieben WM- und sechs EM-Titeln noch gefehlt. Jetzt bin ich komplett."

Medaillen-Feier abgesagt

Am Sonntag sagte sie nach Silber über 500 Meter sogar die Medaillen-Feier ab. NOS-Reporter Jeroen Stekelenburg erklärte: "Ich habe gerade gehört, dass Jutta Leerdam sich nicht wohlfühlt. Sie ist jetzt im Olympischen Dorf und möchte auch nicht mit Ihnen geehrt werden", sagte er während der Sendung "Studio Olimpico" zu 500-Meter-Olympiasiegerin Femke Kok: "Auch weil sie Angst hat, Sie anzustecken, da Sie noch eine Strecke zu laufen haben. Deshalb ist sie nicht im TeamNL-Haus, um geehrt zu werden, und daher auch nicht hier für das Interview. Vielleicht sehen wir sie in den nächsten Tagen wieder."

Später meldete sich Leerdam selbst bei Instagram: "Was für ein Tag! Ich bin gestern krank aufgewacht. Ich weiß nicht wie, aber ich bin so stolz, dass es trotzdem geklappt hat."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.02.2026, 18:16, 16.02.2026, 11:52
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