Häuser eingestürzt

Unwetter-Chaos in Norditalien! Zwei Personen vermisst

Aufgrund von heftigen Unwettern kämpft Norditalien derzeit mit schweren Schäden: Mehrere Gebäude stürzten ein, zwei Personen werden vermisst.
Newsdesk Heute
17.11.2025, 16:02
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Eine heftige Regenfront hat in der Nacht auf Montag in Friaul-Julisch Venetien schwere Schäden angerichtet. Innerhalb weniger Stunden verwandelten sich ganze Ortschaften in Krisengebiete – besonders betroffen ist die Gemeinde Cormons, wo eine massive Gerölllawine mehrere Gebäude zum Einsturz brachte.

Die Niederschläge hatten bereits am Sonntag eingesetzt und sich bis in die Nacht massiv verstärkt. Besonders die Provinz Görz/Gorizia wurde hart getroffen. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, stürzte in Brazzano, einem Ortsteil von Cormons, ein Haus ein, während ein 32-jähriger Deutscher gerade versuchte, eine ältere Bewohnerin zu warnen. Gegen 5 Uhr früh überrollte eine Gerölllawine das Gebäude sowie zwei weitere Häuser und brachte sie komplett zum Einsturz.

Deutscher unter den Vermissten

Nach Angaben der italienischen Rundfunkanstalt RAI konnte am Montagvormittag eine Person lebend aus den Trümmern gezogen werden. Zwei Menschen gelten weiterhin als vermisst: die 82-jährige Hauseigentümerin und ein aus Bayern stammender Mann, der in Brazzano einen Lebensmittelladen übernommen hatte. Er lebte mit seiner Freundin in einem der betroffenen Gebäude.

Wenige Stunden vor dem Unglück hatte der Deutsche auf Facebook ein Video der extremen Regenfälle geteilt. Cormons Bürgermeister Roberto Felcaro erklärte gegenüber "Il Piccolo": "Es hat letzte Nacht stark geregnet, wirklich enorm viel. Einsatzteams aus der gesamten Region sind vor Ort." Insgesamt fielen in Cormons binnen sechs Stunden 152 Millimeter Regen.

Auch in anderen Orten spielte sich dramatisches ab: In San Giovanni al Natisone wurde ein älterer Mann aus einem Auto gezogen, das sich bereits mit Wasser füllte, nachdem er in einen Graben gestürzt war. Die Zeitung "Il Piccolo" berichtet von zahlreichen überfluteten Straßen, besonders zwischen Udine und Gorizia. Betroffen waren Gemeinden wie Trivignano, San Vito al Torre, Cervignano, Corno di Rosazzo, Versà sowie Palmanova. Dort stand sogar das Krankenhaus unter Wasser.

Rund 200 Einsätze seit Sonntagabend

Feuerwehr und Zivilschutz verzeichneten seit Sonntagabend rund 200 Einsätze. Zusätzliche Unterstützung wurde aus Venetien angefordert. Meteorologen rechnen damit, dass der atlantische Tiefdruckeinfluss bis Montagvormittag anhält; am Abend soll eine Kaltfront aus Österreich über die Region ziehen. An der Küste werden Sturmfluten, Hochwasser und kräftiger Wind erwartet. Die Schneefallgrenze sackt in den Alpen von 2.000 auf etwa 1.000 Meter.

Auch andernorts richteten Unwetter schwere Schäden an, etwa in Ligurien und der Toskana. In Venedig wurde am Montag das MOSE-Flutschutzsystem aktiviert, nachdem der Pegel durch den Schirokko auf rund 110 Zentimeter anstieg. Die Stadt rechnet damit, dass die 78 Barrieren auch in den kommenden Tagen im Einsatz bleiben müssen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.11.2025, 16:46, 17.11.2025, 16:02
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