Lignano, Grado & Co.

Tornados, Schnee – Wetter in Italien spielt verrückt

Schwere Gewitter und Tornados sorgen in Norditalien für Überschwemmungen und Schäden - auch Urlauber sind betroffen.
Wetter Heute
16.05.2026, 23:01
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Das dritte Mai-Wochenende brachte für viele Urlauber an Italiens Adriaküste statt Sonne heftige Unwetter. Besonders gestern und vorgestern (14. und 15. Mai) zogen schwere Gewitter über beliebte Ferienorte hinweg und sorgten für Überschwemmungen und Sachschäden. Auch Tornados wurden in Venetien beobachtet.

Feuerwehr und Zivilschutz mussten in Orten wie Lignano, Grado, Monfalcone und Gorizia zahlreiche Einsätze bewältigen - "Heute" hat berichtet.

Der starke Scirocco-Wind trieb feuchtwarme Luft vom Meer ins Landesinnere, wodurch sich über dem Isonzo-Gebiet ein besonders kräftiges Gewitter entwickelte. Es kam zu stundenlangem Starkregen, Hagel und starken Sturmböen.

Wie t-online unter Berufung auf den italienischen Zivilschutz berichtet, entstanden durch die Unwetter in der Provinz Rovigo auch zwei Tornados: Einer davon erreichte eine Breite von etwa 40 Metern.

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Augenzeugen schilderten die Situation als bedrohlich, Videos der Naturereignisse kursieren in sozialen Medien.

Warnungen vor Superzellen und Sturmfluten

Venetiens Regionalpräsident Luca Zaia berichtete auf Facebook von einem "heftigen Tornado", besonders betroffen war das Gebiet um Fiesso Umbertiano. Das Wetterportal MeteoWeb hatte bereits vor sogenannten Superzellen gewarnt, die neben Starkregen und Hagel auch Tornados hervorrufen können.

Entlang der Küste und im Hinterland wurden Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 Kilometern pro Stunde gemessen. In Triest stieg zudem der Meeresspiegel deutlich an.

Während es im Flachland zu Überschwemmungen und Tornados kam, fielen in den östlichen Alpen ab rund 1.600 Meter Höhe bis zu 40 Zentimeter Neuschnee. Betroffen waren unter anderem die Dolomiten sowie die Karnischen und Julischen Alpen.

Zuerst Unwetter, dann wird's besser

Auch für Samstag (16. Mai) gibt es keine Entwarnung: Der Katastrophenschutz weitete die Warnungen auf neun Regionen aus, darunter Umbrien, Kampanien, Piemont sowie Teile von Emilia-Romagna, Latium, Abruzzen, Molise, Basilikata und Kalabrien. Besonders an der tyrrhenischen Küste rechnete man mit Starkregen, Gewittern und Sturmböen.

Die Höchsttemperaturen bewegen sich in ganz Norditalien nur zwischen 11 und 13 Grad.

Für Sonntag wurde eine Wetterbesserung angekündigt. Im gesamten Land sollte es sonniger und milder werden. Laut Peter Wölflingseder vom Wetterdienst UBIMET werden an der oberen Adria Temperaturen von 20 bis 22 Grad erwartet.

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