Urlaub verboten – So hart werden Hotelsünder gestraft

Winter-Dorf mit bunten Hütten im Vorort Ischgl, Österreich. Skiurlaub in den Semesterferien ist heuer nicht erlaubt.
Winter-Dorf mit bunten Hütten im Vorort Ischgl, Österreich. Skiurlaub in den Semesterferien ist heuer nicht erlaubt.Getty Images/iStockphoto
Der Lockdown in Österreich geht in die Verlängerung. Tourismus, Gastronomie und Kulturbereiche bleiben noch länger geschlossen.

Ein Skiurlaub in den Semesterferien wird heuer nicht möglich sein. Die Skigebiete werden nur Einheimischen und Tagesgästen zur Verfügung stehen. Während Schulen, Handel, Friseure und Museen am 8. Februar unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen, heißt es für Tourismus und Gastronomie weiter warten. Hier könnte ein Aufsperren erst Ende Februar oder Anfang März erfolgen.

Hoteliers sind verärgert und wehren sich gegen die Pläne der Regierung. "Wir wollen arbeiten. Umso länger das dauert, desto mehr langjährige Mitarbeiter verlieren wir auch", beklagte der Hotelier Armin Pfurtscheller aus Tirol am Samstag in "ZiB". Viele würden die Branche wechseln.

"Extrem frustrierender Zustand"

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger sprach am Sonntag von einem "extrem frustrierenden Zustand" im Tourismus. Etliche Unternehmer stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.

Alle Betriebe können neben den Fixkostenzuschuss nun auch den Ausfallsbonus in Anspruch nehmen. Für den Tourismus seien die konsequente Einhaltung der Maßnahmen, sowie die Tests und die Impfung laut Köstinger von besonderer Bedeutung. Nur so könne die Öffnung gelingen. Die Ministerin hofft, dass sich die Mitarbeiter in der Hotellerie impfen lassen.

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Auch die Tests sind an die Öffnung geknüpft. Vergangene Woche hat sich der Nationalrat auf eine entsprechende Vorlage zum "Reintesten" geeinigt. Zudem verurteilte Köstinger bei der Pressekonferenz das Vorgehen einiger schwarzer Schafe, die durch die Missachtung der Regeln die Existenz von vielen gefährden.

"Wir werden nicht zuschauen und massiv strafen"

Vor wenigen Wochen tauchten vermehrt Berichte auf, wonach sich einige Unterkünfte nicht an die Lockdown-Regelung hielten und auch für Urlauber öffneten. "Ich habe kein Verständnis für schwarze Schafe, die Schlupflöcher suchen und Konstruktionen verwenden, um die Maßnahmen zu umgehen. Wir werden nicht zuschauen und massiv strafen", so Köstinger.

Zudem nannte Köstinger auch Personen, die Skitouren anbieten würden, unter dem Vorwand einer Forschungsveranstaltung. Auch das werde laut der Ministerin nicht geduldet. 

Die Strafen bei Verstößen sind hoch. Hotelbetreibern drohen bis zu 36.000 Euro und Gästen bis zu 3.600 Euro Strafe. Zuständig für die Kontrollen ist laut Bezirkshauptmannschaft die Polizei.

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