Die heftigen Unwetter in Norditalien sorgen auch im beliebten Urlaubsort Lignano für Probleme. Starkregen setzte am Donnerstag zahlreiche Bereiche unter Wasser. Ein "Heute"-Leser aus Gmunden (Oberösterreich) erlebt die Unwetter mit seiner Frau und seinen zwei erwachsenen Kindern derzeit direkt vor Ort.
Die schweren Gewitter treffen derzeit weite Teile Norditaliens und bringen Starkregen, Hagel und stürmische Böen mit sich. In Lignano musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken. Straßen wurden überflutet, zudem standen am Donnerstag teilweise Garagen unter Wasser – "Heute" berichtete.
Die vierköpfige Familie reiste am Sonntag, dem 6. September, mit dem Auto nach Lignano zu ihrer Ferienwohnung. "Der ganze Eingangsbereich stand inklusive Aufzug unter Wasser", erklärt der Urlauber. Fotos vom Donnerstagvormittag zeigen die Wassermassen beim Apartmentkomplex.
Wie der Oberösterreicher erklärt, haben sie jedoch nicht vor früher abzureisen. Die Familie bleibe noch wie geplant bis Sonntag in Italien. Das Auto konnte mittlerweile in Sicherheit gebracht werden.
Auch andere Regionen Italiens wurden von den heftigen Unwettern getroffen. Im Norden Mailands und im Umland fielen innerhalb von 24 Stunden örtlich fast 100 Millimeter Regen. Der Fluss Lambro stieg stark an, in Teilen der Stadt wurden mobile Hochwasserschutzwände errichtet. Mehrere Parks mussten zwischenzeitlich geschlossen werden.
Auch andernorts richteten die Unwetter Schäden an. Im Raum Brescia deckte ein Tornado Dächer ab und riss Blechteile mit sich. In Ligurien trat der Fluss Lavagna an mehreren Stellen über die Ufer. Anrainer wurden aufgefordert, sich vorsorglich in höher gelegene Stockwerke zu begeben.