KI-Rennen

USA führen im globalen KI-Wettlauf laut Studie klar

Die USA liegen bei Künstlicher Intelligenz laut Studie klar voran, Europa und China haben Aufholbedarf bei Umsetzung und wirtschaftlicher Wirkung.
Digital  Heute
21.01.2026, 19:02
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Die USA liegen im weltweiten Rennen um Künstliche Intelligenz deutlich vorne – das zeigt eine aktuelle Studie vom Beratungsunternehmen KPMG gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics. Europa ist laut Studie knapp hinter den USA, aber noch vor China.

Der große Vorsprung der Amerikaner kommt vor allem daher, weil dort KI in den Firmen schnell und breit eingesetzt wird. In der am Mittwoch veröffentlichten Studie heißt es: "Liquide Kapitalmärkte und der breite Zugang zu Rechenkapazitäten ermöglichen es Unternehmen, KI-Anwendungsfälle schneller aus der Experimentierphase in den operativen Betrieb zu überführen."

Dazu kommt in den USA eine starke Forschungslandschaft mit vielen gut ausgebildeten Leuten. "In Summe stützen sich die USA auf eine starke Infrastruktur, mit der sich der Einsatz von KI schnell und effizient skalieren lässt", steht in der Studie.

"Bislang nur begrenzt wirtschaftliche Wirkung"

Europa hat zwar eine starke Industrie in bestimmten Bereichen und kann auch bei Regulierung und Forschung punkten. "Diese entfalten singulär jedoch bislang nur begrenzt wirtschaftliche Wirkung", sagt KPMG. Die Einführung von KI in Firmen geht hier langsamer. Viele Projekte bleiben im Pilotstadium stecken.

Hohe Energiepreise, zu wenig verfügbare Rechenleistung und zersplitterte Kapitalmärkte machen es schwer, KI groß zu machen. "Hohe Energiepreise, begrenzt verfügbare Rechenleistung sowie fragmentierte Kapitalmärkte erschweren die KI-Skalierung."

Auch China hat laut Studie starke Industriebereiche, viele Patente und viel Kontrolle über wichtige Hardware. Trotzdem wird KI in der Wirtschaft nur wenig eingesetzt. Viele Firmen nutzen KI nur vereinzelt, deswegen gibt es auch kaum Produktivitätsgewinne. "Eine geringe internationale Vernetzung erschwert zudem die KI-Skalierung und den Austausch von Wissen."

Könnte "gezielt zum Standortvorteil werden"

Damit Europa aufholen kann, rät KPMG zu einem schnellen Aufbau einer europäischen Reserve an Rechenkapazität für Startups und wachsende Unternehmen. Außerdem sollen Förderungen schneller vergeben werden und mehr Geld für Wachstum bereitgestellt werden – etwa durch mehr Beteiligung von großen Investoren und neue Modelle.

Auch gezielte Programme für mehr industrielle KI-Anwendungen, vor allem im Mittelstand, sowie mehr Fachkräfte durch Ausbildung und vereinfachte Zuwanderung sind wichtig. Nachhaltigkeit könnte in Europa "gezielt zum Standortvorteil werden, etwa durch energieeffiziente KI-Infrastruktur und klare Rahmenbedingungen für 'Green AI'".

Für die Studie von KPMG in Deutschland gemeinsam mit dem KI Bundesverband wurden weltweit über 900 Chefs und Experten aus Wirtschaft, Technik und Politik befragt. Zusätzlich wurden "umfangreiche Daten" ausgewertet.

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