Videospiel‑Chaos

Gaming‑Beben! Ubisoft macht Studios und Spiele dicht

Ubisoft kündigt einen harten Kurswechsel an: Kult‑Remake wird gestrichen, sieben Spiele verschoben und Studios geschlossen – Fans sind besorgt.
Digital  Heute
21.01.2026, 18:34
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Der französische Gaming‑Riese Ubisoft schockt die Branche mit einem radikalen Neustart seiner Spiele‑Strategie – und die Folgen für Spieler und Entwickler sind heftig. Konzernchef Yves Guillemot kündigte am Mittwoch eine interne Umstrukturierung an, die einige der bekanntesten Marken des Publishers betrifft und weitreichende Konsequenzen nach sich zieht. Ubisoft will künftig nicht mehr klassisch arbeiten, sondern setzt auf fünf genre‑spezifische "Creative Houses", in denen Entwicklung und Vermarktung einer Marke zentral zusammenlaufen sollen.

Diese kreativen Divisionen sollen früh im April starten und sollen mehr Eigenständigkeit und schnelle Entscheidungen ermöglichen, heißt es. Franchises wie "Assassin’s Creed", "Far Cry" und "Rainbow Six" werden künftig unter einem Dach betreut, andere Genres wie Live‑Games oder Familien‑Titel bekommen eigene Einheiten.

Sechs Spiele eingestellt, sieben verschoben

Doch beim großen Aufbruch gibt es auch massive Einschnitte: Ubisoft bestätigt offiziell, dass mindestens sechs geplante Spiele eingestellt werden, weil sie nicht mehr den neuen Ansprüchen genügten. Darunter fällt mit dem vielfach verschobenen "Prince of Persia: The Sands of Time Remake" ein Titel, der bei Fans seit Jahren heiß erwartet wurde – und jetzt komplett gestrichen ist.

Weitere vier bis jetzt unbestätigte Projekte, einschließlich mehrerer neuer Marken und einem Mobile‑Game, sind ebenfalls gestrichen worden. Auch bei Projekten, die noch entwickelt werden, gibt es Verzögerungen: Sieben Spiele sollen laut Ubisoft mehr Zeit in der Entwicklung bekommen und rutschen in spätere Release‑Zeitfenster, konkrete Namen dazu wurden bislang nicht genannt.

Zwei Studios wurden bereits dicht gemacht

Ein weiterer Schock für die Branche: Zwei Ubisoft‑Studios sind bereits geschlossen, darunter das Büro in Halifax (Kanada). Zusätzlich sollen weitere Standorte umstrukturiert worden sein, was auch Stellenabbau in Malmö und Stockholm zur Folge hat. Ubisoft spricht von notwendigen Anpassungen im Rahmen der Neuausrichtung.

Insider und Analysten sehen in dem Schritt nicht nur eine kreative Neuausrichtung, sondern auch eine Reaktion auf wirtschaftlichen Druck: Die Zielzahlen für 2026 wurden bereits nach unten korrigiert und das Unternehmen erwartet deutlich geringere Einnahmen, verbunden mit hohen Verlusten, teilweise wegen der Streichungen und Verzögerungen.

Für Spieler bedeutet das vorwiegend eines: lange Wartezeiten, weniger Spiele – und einige Kult‑Marken in der Warteschleife.

Ob Ubisoft mit diesem harten Schnitt die ersehnte Qualitätswende schafft oder sich die Krise noch verschärft, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 22.01.2026, 15:06, 21.01.2026, 18:34
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