Nach mehreren iranischen Angriffsversuchen auf ein US-Kriegsschiff haben die USA ihre Attacken auf iranische Öltanker fortgesetzt. Nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen US-Regionalkommandos Centcom wurden fünf Tanker getroffen. Vier Schiffe seien "zerstört" worden, ein weiteres sank.
Bei den vier zerstörten Tankern handelt es sich laut US-Militär um die "Kivik", die "Charminar" und die "Horizon 1" im Golf von Oman sowie die "Derya" nahe der Insel Charg in der Straße von Hormus. Die ebenfalls im Golf von Oman befindliche "Riesco" ging rund drei Stunden nach dem schweren Angriff unter. Nach US-Angaben waren die Besatzungen zuvor aufgefordert worden, die Schiffe zu verlassen.
Das iranische Staatsfernsehen bestätigte Angriffe der USA auf mindestens drei Tanker. Als Reaktion darauf feuerte das Mullah-Regime laut iranischen Staatsmedien Raketen auf US-Ziele in Jordanien ab. Die jordanische Armee meldete, dass ihre Luftabwehr 18 ballistische Raketen abgefangen habe. Zwei weitere schlugen demnach in unbewohnten Gebieten ein.
Den US-Angriffen waren nach Angaben von Centcom mehrere iranische Versuche vorausgegangen, ein US-Kriegsschiff mit ballistischen Raketen zu treffen. Das Schiff konnte den Angriffen ausweichen und seine Patrouille fortsetzen. US-Personal wurde dabei nicht verletzt.
Bereits am Wochenende hatte das US-Militär drei iranische Öltanker angegriffen. Davor hatte die iranische Revolutionsgarde einen US-Flugzeugträger und einen Lenkwaffenzerstörer ins Visier genommen.