145 Plätze, eigene Dusche

Merkels Luxus-Flieger steht jetzt zum Verkauf

Der frühere Regierungsflieger von Angela Merkel steht zum Verkauf. Der Katalog zeigt nun erstmals ausführlich, welcher Luxus sich an Bord verbirgt.
Newsdesk Heute
08.09.2026, 21:59
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Angela Merkels früherer Regierungsflieger steht zum Verkauf – und gewährt dabei ungewöhnlich detaillierte Einblicke in die Ausstattung, die während seiner Dienstzeit kaum öffentlich zu sehen war. Von der VIP-Suite über eine eigene Dusche bis zur Lounge zeigen die Verkaufsunterlagen, wie die deutsche Bundesregierung einst durch die Welt reiste.

Der Airbus A340-300 mit der früheren Kennung 16+02 trägt den Namen "Theodor Heuss", benannt nach dem Journalisten und ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland (FDP, 1949 bis 1959). Inzwischen wird die Maschine vom US-Flugzeughändler Jetcraft angeboten.

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Merkel-Jet wurde 2023 ausgemustert

2009 kaufte die Bundesregierung den Airbus von der Lufthansa und ließ ihn für den Einsatz als Regierungsmaschine umfangreich umbauen. Insgesamt war der Flieger zwölf Jahre lang für die Bundesregierung im Einsatz. Nach mehreren Pannen wurde er 2023 außer Dienst gestellt und anschließend über die Treuhandgesellschaft Vebeg an den Meistbietenden verkauft.

Nun präsentiert Jetcraft den ehemaligen Regierungsjet als VVIP-Maschine – für "very, very important people". Die Verkaufsbilder zeigen dunkle Holzelemente, beige-weißes Leder und helle Teppichböden. Eine Wand trägt eine Darstellung der Berliner Skyline. Zur Ausstattung gehören außerdem eine VIP-Suite samt Dusche, ein Konferenzraum und eine Lounge.

Außen ist der schwarz-rot-goldene Streifen noch zu sehen, der Schriftzug "Bundesrepublik Deutschland" wurde hingegen entfernt. An den Käufer soll die Maschine mit einem frischen weißen Anstrich übergeben werden. Wie viel der Airbus kostet, verrät Jetcraft nur auf Anfrage.

Fotos zeigen, wie der Flieger von innen aussieht.
Jetcraft

Platz für 145 Passagiere

In seiner bisherigen Laufbahn sammelte der Airbus 50.710 Flugstunden und absolvierte 8.768 Landungen. An Bord finden insgesamt 145 Passagiere Platz. Während der Zeit als Regierungsflieger gehörten dazu unter anderem Journalisten, die Regierungsmitglieder auf Auslandsreisen begleiteten.

Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" erklärte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums, dass bei derartigen Verkäufen sichergestellt werde, "dass die veräußerten Gegenstände, wie in diesem Fall die Theodor Heuss, vollständig demilitarisiert sind und somit keine sicherheitsrelevanten Komponenten veräußert werden".

Auch die nun veröffentlichten Bilder seien aus Sicht des Ministeriums unproblematisch. Aus ihnen ließen sich "keine Rückschlüsse auf sicherheitsrelevante Aspekte unserer neuen Flotte der Flugbereitschaft ziehen".

Die früheren Regierungsmaschinen wurden im Sommer 2024 durch drei Airbus-Flugzeuge ersetzt. Eine der neuen Maschinen trägt erneut den Namen "Theodor Heuss".

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.09.2026, 21:59
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