Valneva-Totimpfstoff jetzt in Österreich verfügbar

Die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs des französisch-österreichischen Biotechunternehmens Valneva sind noch diese Woche in Österreich erhältlich.
Die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs des französisch-österreichischen Biotechunternehmens Valneva sind noch diese Woche in Österreich erhältlich.JUSTIN TALLIS / AFP / picturedesk.com
Mit einer kleinen Verspätung wird das kostenlose Angebot zur Corona-Schutzimpfung nun um einen weiteren klassischen Totimpfstoff ergänzt.

Nach über zwei Jahren Coronavirus-Pandemie und eineinhalb Jahren Impfkampagne hat nun endlich auch der Totimpfstoffdes österreichisch-französischen Unternehmens Valnevaseinen Weg nach Österreich gefunden. Am 22. August 2022 wird Österreich die ersten 74.000 Dosen entgegennehmen. Der Impfstoff wurde am 24. Juni 2022 von der Europäischen Kommission zugelassen.

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Insgesamt wurden 150.000 Dosen des sogenannten Totimpfstoffs bestellt. Ab 25. August erfolgt die Auslieferung des Impfstoffes an die Bundesländer, heißt es aus dem Sozialministerium. Damit ist das kostenlose Angebot zur Corona-Schutzimpfung in ganz Österreich um einen weiteren alternativen Impfstoff zu den bewährten mRNA-Impfstoffen ergänzt.

"Die Impfung wirkt! Sie ist der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf im Rahmen einer Corona-Infektion."

Keine Ausreden mehr

"Mit dem Impfstoff von Valneva ergänzen wir nun unser bewährtes kostenloses Angebot für die Corona-Schutzimpfung um einen klassischen Totimpfstoff – bei dessen Entwicklung Forschung aus Österreich eine wichtige Rolle spielte", verkündete  Gesundheitsminister Johannes Rauch voller Freude am Montag.

"Mit der Zulassung des Impfstoffes von Valneva gibt es nun für jene, die Vorbehalte gegen andere Impfstoff-Technologien hatten oder für die ein anderer Impfstoff aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommt, eine weitere Alternative. Sicher ist: Die Impfung wirkt! Sie ist der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf im Rahmen einer Corona-Infektion."

Vorteile gegenüber den mRNA-Impfstoffen

Der große Unterschied des inaktivierten und adjuvantierten Ganzvirusimpfstoffs gegenüber den mRNA- und Vektorvakzinen: Er enthält nur abgetötete Krankheitserreger oder auch nur Bestandteile der Erreger, die sich nicht mehr vermehren können. Sie werden vom Körper als fremd erkannt, worauf das Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern beginnt, ohne dass die jeweilige Krankheit ausbricht.

Bei mRNA-Impfungen wird hingegen der Bauplan, die so genannte "Messenger RNA", für bestimmte Eiweißstoffe - im Fall von Corona des Spike-Proteins - im Labor hergestellt und dem Impfstoff hinzugefügt. Damit können Zellen des menschlichen Körpers diesen Eiweißstoff selbst produzieren. Das wird von speziellen Immunzellen erkannt und regt das Immunsystem an, Antikörper dagegen zu produzieren und spezifische - gegen Teile des fremden Proteins gerichtete - T-Zellen zu erzeugen.

Außerdem kann der Impfstoff von Valneva auch längerfristig bei Kühlschranktemperatur gelagert werden – was in der Praxis ein großer Vorteil ist.

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